Anton Beck
Autor

Bio-bibliografische Angaben

Der Autor Anton Beck wurde 1996 in Liechtenstein geboren und ist dort aufgewachsen. Während der Zeit am Liechtensteinischen Gymnasium entstanden erste, noch unveröffentlichte Romane, Kurzgeschichten und Gedichte. Im Herbst 2016 wird ein Roman von ihm erscheinen. Nach einem Zwischenjahr studiert Anton Beck ab September 2016 Germanistik und Anglistik in Zürich. Nebenbei ist er am liebsten auf dem Motorrad unterwegs.


10 Fragen …


Wie verläuft Dein Schreibprozess?
Ich verbinde mein Smartphone mit meiner Stereoanlage oder steck meine Urbanears ein, dreh voll auf und fange an zu schreiben, was mir durch den Kopf geht bzw. wie das meine Charaktere und deren Handlungen betrifft. Eine Vorgabe hab ich dabei nie, manchmal bin ich selber überrascht, wie sich der Roman entwickelt. Das Schreiben ist auch nichts Fließendes – meist wird es von einem Blick auf WhatsApp, Instagram oder aber dem Spielen auf meinem E-Bass bzw. meiner Gitarre unterbrochen.

Hast Du eine bestimmte Autorin, einen bestimmten Autor als Vorbild?
Der Schwede Stieg Larsson hat auf jeden Fall einen großen Einfluss auf mich. Er schaffte es, düstere menschliche Charaktere zu zeigen und dabei eine Atmosphäre einzufangen. Zudem ist sein restliches Schaffen als Journalist ebenfalls bewundernswert. Auch Tom DeLonge (der auch geniale Musik macht) bewundere ich sehr – einfach, weil er tut, was er will, und es ihn nicht kümmert, was andere darüber denken. Generell haben nicht nur Autoren, sondern auch Musiker und allerlei Leute einen Einfluss auf das, was ich schreibe – etwa Caleb Turman, Ben Mazué, Erwin Olaf oder … Batman. Ach, und nicht vergessen darf man natürlich den ›Sturm & Drang Johann‹ und Hank Moody (naja, der ist zwar fiktiv, aber … egal) – einfach, weil sie authentisch sind. Und zur Vervollständigung der Liste: Thees Uhlmann, Benedict Wells, Ronja von Rönne, Jan Böhmermann, Heinz Erhardt, Michelle Paver & Bret Easton Ellis.

Welches ist Dein Lieblingsbuch?
Das reicht von Romanen wie ›Abbitte‹ oder ›Der Vorleser‹ bis hin zu ›Verblendung‹ und Hoffmanns ›Sandmann‹ oder Goethes ›Werther‹. Generell glaub ich aber, dass Filme, Musikvideos und Songtexte (die Lyrik der heutigen Zeit) mich fast mehr prägen. Snobs behaupten immer, ein Bärfuss-Roman sei kulturell hochwertiger als etwa ein Lied von ›K.I.Z.‹ oder eine Buffy-Adaption in einem Tocotronic-Musikvideo. Aber das ist Blödsinn. Ich glaube, wir müssen aufhören, den Kulturbegriff als etwas Seriöses zu definieren, und anfangen, ihn als etwas zu verstehen, was uns berührt und dabei hilft, das Leben zu bewältigen.


Welches ist Deine liebste literarische Figur?
Lisbeth Salander find ich echt cool. Ihr widerfährt so viel Schreckliches, aber sie zieht bloß ihre Lederjacke an, schließt mit dem Vergangenen ab und tut das, was sie will. Zudem geht sie mit einer gewissen Lockerheit an die Dinge ran – arbeitet aber dennoch fokussiert und gezielt an der Lösung einer Aufgabe. Auch ihr Freund Mikael Blomkvist hat’s drauf – weil er als Journalist nicht nachgibt und auch vor Gefahren nicht zurückschreckt (wie Salander übrigens auch: etwa wenn sie mit Vollgas auf ihrem Motorrad einen Serienmörder verfolgt).

Hast Du eine ganz bestimmte Lieblingsstelle in einem Buch?

Wie sehen Deine Schreibpläne für die Zukunft aus?
Es sind mittlerweile schon einige Romane, Kurzgeschichten, Theaterstücke und Gedichte zusammengekommen. Zudem entstehen ständig neue Romane und dergleichen – die versuche ich, irgendwie zu veröffentlichen, wenn das Zeugs denn jemand lesen will. Sonst auch egal – ich versuch’s trotzdem. Auf jeden Fall schreib ich weiter … weil im TV eh nur Mist läuft, das Wetter oft schlecht ist und mir das Schreiben einfach gefällt und guttut.

Nach welchen Kriterien wählst Du Deine Geschichten aus?
Die Dinge, die ich erlebe, fühle, sehe und mitbekomme, führen dazu, dass ich sie irgendwie verarbeiten möchte – es ist wie ein innerer Drang. So ist es auch mit der Musik oder beim Zeichnen.

Kennst Du Deine Charaktere in- und auswendig?
Manchmal passiert es, dass meine Charaktere eine Art Eigenleben beginnen und ich sie mir in allerlei Lebenssituationen vorstelle. Was würden sie diese Freitagnacht so machen? Oder: Was würden sie an meiner Stelle jetzt tun? Dann empfinde ich sie als wirklich gelungen, weil sie anfangen, auch außerhalb der Geschichte zu existieren. Und wenn das passiert, kann ich sie natürlich nicht mehr in und auswendig kennen – sie entgleiten mir.

Wer sind Deine ersten Probeleser?
Im Gymnasium gab ich einem guten Freund von mir erste Geschichten und Gedichte. Er hat mich auch ermutigt, damit weiterzumachen. Dafür bin ich ihm echt dankbar.

Gibt es Genres oder Textgattungen, an die Du Dich nicht wagst oder die Dich nicht interessieren?
Glücklicherweise bin ich ein Mensch, der sich für sehr vieles begeistern lässt – außer es ist totaler Mist, dann lass ich’s lieber. Ich bin ansonsten aber eigentlich für alle Genres offen.





Bücher 

#jugend. Roman

ISBN: 978-3-905881-47-9

Das Motorrad der Neurobiologiestudentin Merle gibt vor der dänischen Stadt Esbjerg den Geist auf, während unweit davon in einem Wald die Bloggerin Sofia Jansen tot aufgefunden wird. Ihr Körper zeigt keinerlei Hinweise auf Gewalteinwirkung und es lässt sich auch keine Todesursache finden. Als Merles Smartphone plötzlich Fotos von Sofia zeigt, beginnt sie zu recherchieren. Ein Auslandssemester führt Merle über Berlin ins schweizerische Mariastein, wo sie mit der Studentenverbindung ›Beccaria‹ Bekanntschaft macht. Diese beschäftigt sich aus Spaß und Tradition mit okkulten Ritualen. Aber nicht alle Studenten sehen das als Scherz, manche nehmen die schwarze Magie durchaus ernst. Zwei andere junge Frauen, deren Handys ebenfalls mit Sofias Postings überschwemmt werden, wollen das Ganze ignorieren. Doch als beide von einer unbekannten Krankheit befallen werden, versuchen sie, die Zusammenhänge zu verstehen …

Ein analytisch scharfer, komplexer Debütroman zwischen düsterer Zukunftsmalerei und vieldeutiger Symbolik.



Weitere Veröffentlichungen 

(Auswahl)

  • Solar Moon Melancholy. Ruggeller Riet bei Ruggell. In: Liechtenstein. Klein, aber oho. Lieblingsplätze zum Entdecken. Meßkirch 2016.