Benita Batliner
Autorin

Bio-bibliografische Angaben

Benita Batliner, 1966 geboren, wuchs in Eschen auf und lebt, nachdem sie einige Jahre in und um Zürich und in Griechenland verbracht hat, wieder dort. Schon in jungen Jahren hat sie sich lieber mit einem Buch in eine Ecke verzogen, als Gesellschaftsspiele zu spielen. Mit dem Schreiben hat sie allerdings erst vor ca. 15 Jahren begonnen. Neben ihrer Tätigkeit als Dipl. Pflegefachfrau gibt sie Kurse in kreativem und biografischem Schreiben, schreibt Gedichte, einen Blog und momentan an einer Fantasy-Trilogie. Der erste Teil mit dem Titel ›Der lange Weg nach Orbadoc‹ erschien im September 2017.



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10 Fragen …


Wie verläuft Dein Schreibprozess?

Da ich als Pflegefachfrau mein Geld verdiene und unregelmäßige Arbeitszeiten habe, folgt mein Schreiben auch keinem festgelegten Rhythmus. In der Vergangenheit war ich eher eine Intervallschreiberin, habe vor allem in den Ferien geschrieben und wenn es mich sonst gerade überkam. Mittlerweile versuche ich, etwas mehr Disziplin in mein Schreiben zu bringen und täglich zu schreiben, auch wenn es manchmal nur drei Sätze sind. Einen festen Schreibplatz habe ich nicht. Es muss einfach ruhig sein, damit ich in die Geschichte eintauchen kann.

Bei ›Der lange Weg nach Orbadoc‹ hatte ich die grobe Idee für die Geschichte und das Ziel des Protagonisten im Kopf. Die Kapitel dazwischen habe ich mir nach und nach ausgedacht und sie sich erst in meinem Kopf und dann auf dem Papier entfalten lassen. Genauso die Figuren. Für den zweiten Teil der Trilogie musste ich mehr planen, da die Geschichte komplexer ist. Ohne Planung hätte ich die Übersicht verloren. Für den dritten Teil wollte ich als Versuch den ganzen Plot und die Kapitel noch mehr durchplanen, aber ich habe gemerkt, dass mir das nicht wirklich liegt. Ich lasse der Geschichte und den Figuren lieber Raum, sich zu entfalten. Im Großen und Ganzen habe ich immer Freude am Schreiben, manchmal muss ich mir einen Schubs geben, um damit zu beginnen, aber wenn ich dann hineingefunden habe, lebe ich dabei richtig auf.

Hast Du eine bestimmte Autorin, einen bestimmten Autor als Vorbild?
Für mich sind alle Autorinnen und Autoren Vorbilder, sobald mich ihre Geschichten fesseln und/oder sie so schöne Sätze schreiben, dass ich sie mehrmals lesen möchte.

Welches ist Dein Lieblingsbuch?
Da gibt es einige. Aber absolute Nummer eins ist auf jeden Fall J. R. R. Tolkiens ›Der Herr der Ringe‹. Und natürlich ›Harry Potter‹. ›Owen Meany‹ von John Irving, ›Baudolino‹ von Umberto Eco, ›Das Parfum‹ von Patrick Süskind, ›Mondfeuer‹ von Donna Gillespie, die Waringham-Romane von Rebecca Gablé und ›Die schönsten Gedichte‹ von Rainer Maria Rilke. Und ich bin ein großer Fan von Walter Moers.

Welches ist Deine liebste literarische Figur?
Samwise Gamgee. Er ist ein wahrer Freund und der Held im Hintergrund.

Hast Du eine ganz bestimmte Lieblingsstelle in einem Buch?
Im ›Herrn der Ringe‹, wo Frodo völlig am Ende seiner Kräfte ist und Sam zu ihm sagt, ich kann den Ring nicht für dich tragen, aber ich kann dich tragen. Und dann hebt er Frodo auf seine Schultern und trägt ihn den Berg hinauf.

Wie sehen Deine Schreibpläne für die Zukunft aus?
Ich schreibe gerade am dritten Teil meiner Fantasy-Trilogie. Den möchte ich bis Ende 2018 fertig haben, zumindest die Rohfassung. Und es geistern noch andere Ideen für Romane in meinem Hirn herum, die ich zum Teil schon sehr lange mit mir herumtrage. Diesmal keine Fantasy-Geschichten. Um die Übersicht über die Geschehnisse in meiner Fantasy-Trilogie zu behalten, habe ich eine Geschichtschronik des Landes Melindor geschrieben. Die ist auch ein ergiebiger Fundus für weitere Geschichten. Und dann sind da noch meine drei Blogs.

Nach welchen Kriterien wählst Du Deine Geschichten aus?
Bisher haben die Geschichten mich gefunden. Damit ich sie aufschreiben will, müssen sie mich genügend interessieren, dass ich ein paar Monate bis Jahre mit ihnen verbringen möchte und natürlich vor allem mit den Figuren. Ich schreibe in erster Linie für mich, ich könnte auch sagen, ich folge dem immer lauter werdenden Rufen der Geschichte oder den Figuren, die aus mir herauskommen wollen. Wenn es dann andere Menschen gibt, die auch Freude daran haben, freut mich das natürlich umso mehr und spornt mich an, mehr zu schreiben.

Kennst Du Deine Charaktere in- und auswendig?
Die Hauptfiguren schon bzw. ich lerne sie während dem Schreiben kennen. Manche Nebenfiguren auch, manche etwas weniger. Wenn sie einen bedeutenderen Beitrag leisten sollen, verbringe ich mehr Zeit mit ihnen, bis ich sie wirklich gut kenne.

Wer sind Deine ersten Probeleser?
Freunde und Familie. Als Testleser suche ich mir dann die aus, die viel in dem Genre lesen und auch den Mut haben, ehrliche Kritik anzubringen.

Gibt es Genres oder Textgattungen, an die Du Dich nicht wagst oder die Dich nicht interessieren?
Man soll ja nie nie sagen. Aber Horror, Science-Fiction und Krimi sind nicht so mein Ding. Ich glaube, ich werde erst einmal bei Fantasy und bei Gefühlen bleiben. Das fällt mir leicht und es macht enorm Spaß, eigene Welten und Wesen zu erschaffen.



Bücher 

Der lange Weg nach Orbadoc

ISBN: 978-3-8482-2569-9

Eine Unheil verkündende Vision liegt über Geronimos erstem Flug nach Orbadoc. In einem Sturm wird er von seiner Familie, den Fliegenden Schweinen, getrennt und ist nun, unerfahren und jung wie er ist, auf sich allein gestellt. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Bis zum Odelynstag muss Geronimo das kostbare Amulett der Sippe nach Orbadoc bringen, sonst verlieren die Fliegenden Schweine ihre Flugfähigkeit. Unterwegs befreundet er sich mit der Krähe Deborah. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, auf dem Begegnungen mit magischen Wesen, neue Freundschaften, aber auch viele Gefahren und Abenteuer auf sie warten.

Eine berührende Geschichte über Freundschaft und darüber, wie der Glaube an sich selbst Flügel verleiht.