Christine Glinski-Kaufmann
Autorin

Bio-bibliografische Angaben

Christine Glinski-Kaufmann, geboren 1953, lebt in Liechtenstein und war bis 2008 berufstätig als Juristin. Von 2007 bis 2010 studierte sie Journalismus an der Freien Journalistenschule (FJS), Berlin, und erlangte das Diplom als Fachjournalistin. Von 2009 bis 2012 absolvierte sie einen Belletristik-Lehrgang an der Schule des Schreibens, Hamburg, den sie mit dem Zertifikat und einem Förderpreis für eine ihrer Kurzgeschichten abschloss. Seit 2013 ist sie Mitglied der IG Wort – Autorenverband Liechtenstein. Sie veröffentlicht gelegentlich journalistische Arbeiten in liechtensteinischen Zeitschriften und literarische Texte (Kurzgeschichten und Lyrik), u.a. im Jahrbuch des Literaturhauses Liechtenstein. 2014 Teilnahme am internationalen Literaturaustausch ›Transgressions‹, u.a. mit der Lesung einer ihrer Kurzgeschichten im TAK Schaan und am Kurzgeschichtenfestival in Breslau (PL).




10 Fragen …


Wie verläuft Dein Schreibprozess?
Ich schreibe regelmäßig Tagebuch. Dabei komme ich auch auf Ideen für Gedichte, Kurzgeschichten oder journalistische Texte. Für Planung, Entwürfe etc. nehme ich mir nicht viel Zeit. Ich schreibe die erste Fassung schnell und intuitiv. Dann folgen mehrere intensive Phasen für die Überarbeitung und den Feinschliff.

Hast Du eine bestimmte Autorin, einen bestimmten Autor als Vorbild?
Hilde Domin, Raymond Carver, Mark Twain, Maurice Sendak und viele andere zählen zu meinen Lieblingsautoren. Ich schätze sie wegen ihrer klaren Sprache und für die Art und Weise, wie sie sich in ihrer literarischen Arbeit den persönlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen stellen.

Welches ist Dein Lieblingsbuch?
Das Gedicht ›Nicht müde werden‹ von Hilde Domin, die Erzählung ›Kathedrale‹ von Raymond Carver, der Roman ›Die Abenteuer des Huckleberry Finn‹ von Mark Twain und von Maurice Sendak das Kinderbuch ›Wo die wilden Kerle wohnen‹.

Welches ist Deine liebste literarische Figur?
Huckleberry Finn. Warum? Weil er viel Mumm hat und redet, wie ihm der Schnabel gewachsen ist.

Hast Du eine ganz bestimmte Lieblingsstelle in einem Buch?
Mein Lieblingszitat stammt von Huckleberry Finn bzw. von Mark Twain: »Wenn ich gewusst hätt’, was für’n Ärger es ist, ’n Buch zu machen, hätt’ ich mich davor gehütet, und ich werd’s bestimmt nich wieder tun.«

Wie sehen Deine Schreibpläne für die Zukunft aus?
Ich schreibe weiter Prosa, Lyrik, Kinderliteratur. Im Rahmen meiner Möglichkeiten möchte ich gerne meine Kinderbuchprojekte selber illustrieren.

Nach welchen Kriterien wählst Du Deine Geschichten aus?
Es muss mir persönlich ein starkes inneres Bedürfnis sein, damit ich eine Geschichte zu Papier bringe. Eine Person, ein Ereignis oder ein Thema muss mich faszinieren und bewegen.

Kennst Du Deine Charaktere in- und auswendig?
Nein. Sie sollen ihre Geheimnisse ruhig für sich behalten.

Wer sind Deine ersten Probeleser?
Mein erster Probeleser ist mein Mann. Seine Ratschläge helfen mir sehr beim Überarbeiten. Er ist auch Autor. Einige Gedichte haben wir zusammen geschrieben. Unser gemeinsames Gedicht ›im‹ wurde veröffentlicht.

Gibt es Genres oder Textgattungen, an die Du Dich nicht wagst oder die Dich nicht interessieren?
Ich mische oft literarische und journalistische Schreibtechniken und möchte auch gerne mit den verschiedenen Textgattungen experimentieren und Grenzen überschreiten.









Veröffentlichungen 

(Auswahl)

  • Ratten und Blaumilch. In: 15|10. Jahrbuch 10 des Literaturhauses Liechtenstein. Triesen 2016
  • Ort mit Dornen. Skulptur Spinieu in Vaduz. In: Liechtenstein. Klein, aber oho. Lieblingsplätze zum Entdecken. Meßkirch 2016.
  • Genuss und Weitsicht. Berggasthaus Masescha in Triesenberg. In: Liechtenstein. Klein, aber oho. Lieblingsplätze zum Entdecken. Meßkirch 2016.
  • Heublumenparadies. Berghangsiedlung Tuas bei Triesen. In: Liechtenstein. Klein, aber oho. Lieblingsplätze zum Entdecken. Meßkirch 2016.
  • Hani min Schwanz nòch draa? In: s Hundertölferbuach va Mura. 111 Gschechta. Mauren 2015.
  • An Buab ischt in Treschtr ihikeit. In: s Hundertölferbuach va Mura. 111 Gschechta. Mauren 2015.
  • Dr Fäärleflöschterer. In: s Hundertölferbuach va Mura. 111 Gschechta. Mauren 2015.
  • Paris. In: Lesebuch zur Herstellung von Gegenwart. Jahrbuch 8 des Literaturhauses Liechtenstein. Triesen 2014.
  • Wyzita strasznej pani (Der Besuch der weißen Dame). In: Transgresje. Antologia opowiadan. Wroclaw 2014.
  • Tempi passati und Rolling Stone. In: Passage. Jahrbuch 7 des Literaturhauses Liechtenstein. Triesen 2013.
  • Die tief gefrorene Grossmutter. In: Passage. Jahrbuch 7 des Literaturhauses Liechtenstein. Triesen 2013.
  • Die Aufklärung einer Steckdose. In: Momentaufnahmen – 10 Geschichten – 10 Autorinnen. Prämiert von der Schule des Schreibens. Hamburg 2012.
  • Im. Gedicht. [Co-Autor: Adam Glinski]. In: Die besten Gedichte 2010/2011, Edition Lyrik des XXI. Jahrhunderts. Frankfurt am Main 2010.
  • Gustav Kaufmann, *1918, Metzgermeister, Schellenberg – Ein „urchiger“ Liechtensteiner. In: Menschen, Bilder und Geschichten, Mauren von 1800 bis heute, Band 4. Mauren 2009.
  • Die Gleichbehandlung von Mann und Frau in der liechtensteinischen Sozialversicherung. In: Inventur zur Situation der Frauen in Liechtenstein. Dortmund 1994.
  • Was könnte Liechtenstein sein? In: Liechtenstein – Politische Schriften. Band 3. Vaduz, 1973.