Doris Büchel
Autorin

Bio-bibliografische Angaben

Doris Büchel, Jahrgang 1971, Schreiberin und Kolumnistin, aufgewachsen in Buchs, lebt mit ihrem Mann in Triesenberg und glaubte nicht daran, dass man als Zugezogene in Liechtenstein tatsächlich gefragt werde: »Wem ghörscht?«, bis sie es selber erlebte. Bedauert in ihren dunklen Stunden, nie den Doktor in literarischer Kolumnistik gemacht zu haben. Oder überhaupt einen Doktortitel. Sagt sich jedoch in ihren hellen Stunden, dass sie dafür im ›Werdenberger & Obertoggenburger‹ ihre Kolumne ›Ich, Rolf und Benz‹ veröffentlicht hat – 2.500 Zeichen, jeden Donnerstag, 110 Wochen am Stück. Und das kann schließlich nicht jeder Doktor von sich behaupten. Voilà. In diesen Kolumnen geht es um den hundskommunen Alltag ihres (fiktiven) Ichs, ihres (fiktiven) Liebsten Rolf und ihres (fiktiven) Hundes Benz. Ähnlichkeiten mit realen Personen oder Handlungen sind rein zufällig. Meistens.

Derzeit kreiert sie gemeinsam mit einem begnadet begabten Illustrator ein Kinderbuch. Abgesehen davon schreibt sie nebst Kurzgeschichten vorwiegend Porträts, Reportagen und Magazingeschichten. Ihre Texte verschönert das ›Alpenkind mit ausgeprägtem Hang zum Urbanen‹ gerne mit hiesigen Ausdrücken.


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10 Fragen 


Wie verläuft Dein Schreibprozess?
Unterschiedlich. Seit ich selbstständig bin, habe ich realisiert, dass ich jetzt nicht mehr nur flattern, sondern meine Flügel ausbreiten und fliegen darf. Vorher, bei der Tageszeitung, glich mein Schreibprozess einem klassischen Handwerk. Ich erhielt an der Redaktionssitzung mein Thema, machte mich an die Recherche und schrieb. Das Ganze durfte nicht übermäßig viel Zeit in Anspruch nehmen. Und der Text sollte – wenn möglich – nicht mehr als 120 Zeilen betragen. Es waren wichtige und schöne Lehrjahre für mich.

Jetzt suche ich mir meine Geschichten selber aus. Ich entscheide, wie viel Zeit und Raum ich der Story gebe. Ich darf meine eigene Schreibe entwickeln, kann die Hauptpersonen in meinen Geschichten mehrmals besuchen, an verschiedenen Orten, zu den unterschiedlichsten Zeiten. Oft nimmt die Geschichte dadurch mitten im Prozess eine neue Wende. So entwickle auch ich mich weiter. Das ist es, was mich am Schreiben so fasziniert. Dieses gewaltige Potenzial. Die kreative Freiheit. Dafür muss ich mich jetzt selber darum kümmern, wo und dass meine Geschichten auch veröffentlicht werden.

Und natürlich trage auch ich – ganz simpel – immer Notizbuch und Bleistift mit mir rum. Das Notiz-App auf meinem Handy ist gut gefüllt. Ich sammle Wörter. Immer und überall. Doch trotz der ganzen kreativen Freiheit: Mit einer Geschichte schwanger zu werden – also diese ganze Zeit vor dem eigentlichen Schreiben – und natürlich auch das Schreiben selbst, sind Handwerk und Arbeit. Das ist manchmal Fluch, manchmal Segen. Meistens Segen.

Hast Du eine bestimmte Autorin, einen bestimmten Autor als Vorbild?
Max Küng. Immer wieder Max Küng. Ich möchte mich einen Tag und eine Nacht lang in seinem Kopf rumtummeln. Dasselbe gilt für Büne Huber. Der Sänger von Patent Ochsner inspiriert mich immer wieder mit seinen Wortkreationen. Seine Musik und seine Texte begleiten mich mittlerweile durchs Leben.

Welches ist Dein Lieblingsbuch?
Immer gerade das, das ich morgens von meinem Nachttisch in meine Handtasche und abends wieder aus meiner Handtasche zurück auf den Nachttisch packe.

Welches ist Deine liebste literarische Figur?
Wie könnte ich mich auf die eine, die Liebste, einigen?

Hast Du eine ganz bestimmte Lieblingsstelle in einem Buch?
Aber ja.

Wie sehen Deine Schreibpläne für die Zukunft aus?
Mein Plan ist, mit meiner Schreibe die Welt zu erobern. Bis es soweit ist, werde ich viel Kaffee trinken, Wort an Wort reihen und immer daran denken, was mein Plan ist.

Nach welchen Kriterien wählst Du Deine Geschichten aus?
Würde ich die Geschichte abends in einer Bar meinen Freundinnen erzählen? Wenn ja, dann ist das zumindest ein Kriterium, der Geschichte nachzugehen.

Kennst Du Deine Charaktere in- und auswendig?
Ich kenne nicht mal mich selber in- und auswendig.

Wer sind Deine ersten Probeleser?
Früher war das Jesper, mein Hund. Seit er nicht mehr ist, ist es Marco, mein Mann.

Gibt es Genres oder Textgattungen, an die Du Dich nicht wagst oder die Dich nicht interessieren?
Ich könnte nicht aus einer einzigen Geschichte ein 983 Seiten langes Buch schreiben. Für alles andere bin ich offen.






Veröffentlichungen 

Ich, Rolf & Benz. Kolumnen. Audiobook

Doris Bücher schrieb 110 Wochen am Stück ihre Kolumne ›Ich, Rolf & Benz‹ im ›Werdenberger und Obertoggenburger‹ – jeden Donnerstag, 2.500 Zeichen. Die Kurzgeschichten handeln von ihrem (fiktiven) Ich, ihrem (fiktiven) Liebsten Rolf und ihrem (fiktiven) Hund Benz. Ähnlichkeiten mit realen Personen oder Handlungen sind rein zufällig, meistens.



Weitere Veröffentlichungen 

(Auswahl)

  • Traditionsbewusst. Alpenhotel Vögeli in Triesenberg-Malbun. In: Liechtenstein. Klein, aber oho. Lieblingsplätze zum Entdecken. Meßkirch 2016.
  • Die schönste Sonnenterrasse des Landes. Bergrestaurant Sareis in Triesenberg Malbug. In: Liechtenstein. Klein, aber oho. Lieblingsplätze zum Entdecken. Meßkirch 2016.
  • Zwei Etagen, zwei Terrassen, zwei Bars. Zwei Bar & Lounge in Vaduz. In: Liechtenstein. Klein, aber oho. Lieblingsplätze zum Entdecken. Meßkirch 2016.
  • Service für Lindsey. In: Das Magazin. Zürich 2014.
  • Interview mit Didier Cuche In: The Red Bulletin. Fuschl am See 2012
  • Interview mit Tina Weirather In: The Red Bulletin. Fuschl am See 2013
  • Die Letzte. In: St. Galler Tagblatt / Werdenberger & Obertoggenburger. St. Gallen, Buchs 2014
  • Home, sweet home. In: St. Galler Tagblatt / Werdenberger & Obertoggenburger. St. Gallen, Buchs 2014
  • Übel, sehr übel. In: St. Galler Tagblatt / Werdenberger & Obertoggenburger. St. Gallen, Buchs 2014
  • Danke, Sisyphus! In: St. Galler Tagblatt / Werdenberger & Obertoggenburger. St. Gallen, Buchs 2014
  • Endlich Ferien. In: St. Galler Tagblatt / Werdenberger & Obertoggenburger. St. Gallen, Buchs 2014
  • Keine Story. In: St. Galler Tagblatt / Werdenberger & Obertoggenburger. St. Gallen, Buchs 2014
  • Schöne Ferien. In: St. Galler Tagblatt / Werdenberger & Obertoggenburger. St. Gallen, Buchs 2014
  • Alles Fussball oder was?. In: St. Galler Tagblatt / Werdenberger & Obertoggenburger. St. Gallen, Buchs 2014
  • Bergfloh. In: St. Galler Tagblatt / Werdenberger & Obertoggenburger. St. Gallen, Buchs 2014
  • Filmreif. In: St. Galler Tagblatt / Werdenberger & Obertoggenburger. St. Gallen, Buchs 2014 
  • Liebster Rolf. In: St. Galler Tagblatt / Werdenberger & Obertoggenburger. St. Gallen, Buchs 2014 
  • Danke. Danke! In: St. Galler Tagblatt / Werdenberger & Obertoggenburger. St. Gallen, Buchs 2014
  • Ruf der Unke. In: St. Galler Tagblatt / Werdenberger & Obertoggenburger. St. Gallen, Buchs 2014
  • So ein Glump. In: St. Galler Tagblatt / Werdenberger & Obertoggenburger. St. Gallen, Buchs 2014
  • So en Saich! In: St. Galler Tagblatt / Werdenberger & Obertoggenburger. St. Gallen, Buchs 2014 
  • An der Quelle. In: St. Galler Tagblatt / Werdenberger & Obertoggenburger. St. Gallen, Buchs 2014 
  • Alles voll easy. In: St. Galler Tagblatt / Werdenberger & Obertoggenburger. St. Gallen, Buchs 2014 
  • Sörgeli. In: St. Galler Tagblatt / Werdenberger & Obertoggenburger. St. Gallen, Buchs 2014 
  • Himmelblau. In: St. Galler Tagblatt / Werdenberger & Obertoggenburger. St. Gallen, Buchs 2014