Evi Kliemand
Autorin, Malerin, Publizistin


Bio-bibliografische Angaben

Evi Kliemand, Jahrgang 1946, ist Schriftstellerin, Malerin und Publizistin. Mit ihren Gedichten, Sequenzen und Notizen offenbart sie sich als Lyrikerin von sprachlicher Fülle und mit intensiven, anspruchsvollen Texten. Sie wurde u. a. ausgezeichnet mit dem Anerkennungspreis des Kulturbeirats der Fürstlichen Regierung und dem Josef-Gabriel-Rheinberger-Preis. Die Bände ›Blätterwerk I-III‹ können als ihr Opus Magnum angesehen werden.



Links/Multimedia:

10 Fragen …


Wie verläuft Dein Schreibprozess?
Sein, als schriebe ich nicht.

Hast Du eine bestimmte Autorin, einen bestimmten Autor als Vorbild?
Seit Kind viele.

Welches ist Dein Lieblingsbuch?
Das Buch, das ich gerade lese.

Welches ist Deine liebste literarische Figur?
SIE UND ES.

Hast Du eine ganz bestimmte Lieblingsstelle in einem Buch?
Die Leerzeilen.

Wie sehen Deine Schreibpläne für die Zukunft aus?
Schriftwerk postum.

Nach welchen Kriterien wählst Du Deine Geschichten aus?
Diese wählen mich.

Kennst Du Deine Charaktere in- und auswendig?
Par cœur?

Wer sind Deine ersten Probeleser?
Katzen.

Gibt es Genres oder Textgattungen, an die Du Dich nicht wagst oder die Dich nicht interessieren?
Krimis u.a.
Bücher 

Orte des Schaffens – Orte des Begegnens. Ermano Maggini (1931-1991). Ein Schweizer Komponist – Un compositore svizzero. Luoghi die creazinione – luoghi di incontri. 

(ISBN 978-3-905760-15-6)

Mit dieser Publikation ist ein Rückblick angesagt, ein Innehalten, und zugleich ist es eine Einladung, diesem kostbaren musikalischen Fundus weiterhin Aufmerksamkeit zu schenken. Im Zentrum steht die Annäherung an das musikalische Lebenswerk des Schweizer Komponisten Ermano Maggini, den die Autorin während seiner Schaffensjahre bis zu seinem Tod begleiten durfte.

Jedes Werk hat eine Geschichte. Ogni opera ha la sua storia. Eine Entstehungsgeschichte, die ihren Schaffens-Orten verbunden blieb (Zürich, Lavadina, Intragna) und doch viele überraschende Wendungen nahm – ohne die eigene Klanggestalt aus den Augen zu verlieren. Kenntnis und Vertrautheit mit Leben und Werk des Komponisten bestimmen diese erste umfassende Biografie.

Das Buch erschien zweisprachig dt. und ital. Eingeblendet ist eine erstmalige Fotodokumentation.


Blätterwerk III (oder das Meer in den Bäumen)

(ISBN 978-3-85736-276-7)

Die Sprache tritt in Blickwechsel mit sich und dem Ort der steten Wiederkehr. Eine Sprache, die das Ufer liebt. Sei es der Strand, an dem die Autorin einen Sommer verbringt, sei es jenes Lebensufer, das im zweiten Text über den winterlichen Horizont hinaus durchschritten wird, in allem liegt die Wehmut einer Wiederkehr und die Wehmut eines Abschieds. Ob See, Fluss, Garten, Dorf, Stadt oder Tal, die Zerbrechlichkeit des Dialogs mit dem Naturgegebenen, das Ein-, Unter- und Auftauchen bestimmen die Sichtweise.

Zwei Erzählungen, die – trotz unterschiedlicher Zeiträume – ineinander greifen, das geschieht durch die sprachlich konstellative Transparenz, auf die die Autorin sich einlässt. Auf ganz andere Weise spiegelt sich dies auch in den Zeichnungen. Das Nacheinander findet im Gleichzeitigen statt, diese Gegenwart wird zum Ort.


Blätterwerk II. Wer immer ein Herz hat (und die anderen Stimmen)

(ISBN 978-3-85736-262-0)

2008 erschien in der Edition Howeg mit Blätterwerk I ein erster Band unveröffentlichter Texte von Evi Kliemand. Blätterwerk II präsentiert sich umfangreicher und umschließt neben jüngeren Sequenzen und lyrischen Texten erstmals veröffentlichte Gedichtzyklen der mittleren Schaffenszeit. Der weite Atem eines subtilen Kontinuums lässt eintauchen in den Sprachkosmos dieser Dichterin.


Blätterwerk I  Sequenzen. Allmein (oder vom Glanz)

(ISBN 978-3-85736-248-4)

Blätterwerk I zeigt einen Ausschnitt aus einem großen Kontinuum, das sich über vier Jahrzehnte erstreckt. Diese erste kleine Textreihe der Sequenzen 1-3 + 21 + 6 umkreist einen von Evi Kliemands Lebens- und Schaffensorte. Es mag dies als Einführung gelten in einen Kosmos aus poetischen Stimmen, die die Autorin zeitlebens auf ihrem Weg begleiteten.  





Weitere Veröffentlichungen 

(Auswahl)

  • Weil der Ort schon Sprache ist. In: 15|10. Jahrbuch 10 des Literaturhauses Liechtenstein. Triesen 2016
  • Verloren. In: Lesebuch zur Herstellung von Gegenwart. Jahrbuch 8 des Literaturhauses Liechtenstein. Triesen 2014.
  • Sequenzen aus Blätterwerk. In: Lichtungen. Zeitschrift für Literatur, Kunst und Zeitkritik (138). Graz 2014.
  • Sequenzen aus Blätterwerk / Helllaute Stummlaute / Ich weiss und grün. In: Orte – Schweizer Literaturzeitschrift Nr. 178, Oberegg 2014
  • Ermano Maggini (1931-1991). Ein Schweizer Komponist. Orte des Schaffens – Orte des Begegnens. Un comositore svizzero. Luoghi di creazione – Luoghi di incontri. Bern 2014.
  • Sprache ist (wie Kindheit) eine Schicksalsform. In: Signum. Blätter für Literatur und Kritik. Dresden 2013.
  • Die Schättin (oder die Schlangenspur). Lugano 1993.
  • Auf Sichtweite. In: Allmende. Sigmaringen 1988. 
  • Die Einfaltslieder. Gedichte. Goldau 1987.
  • Ohne zurückzublicken. Texte 1974-1984. Buchs 1986.
  • Ferdinand Nigg. Wegzeichen zur Moderne. Vaduz 1985.
  • Ophelia. In: Variationen. Solothurn 1982.
  • Grund genug. Gedichte. Zürich 1980.