Kurt J. Jaeger
Autor


Bio-bibliografische Angaben

Geboren wurde Kurt J. Jaeger 1935 in Aarau als Sohn eines Liechtensteiner Vaters und einer Schweizerin. Aufgewachsen im ländlichen Freiamt, besuchte er dort die Primarschule und wechselte später in die Bezirksschule nach Muri. Da ihn nebst der Technik und der Fliegerei seit jeher auch fremde Kulturen faszinierten, beschloss er, nach Abschluss einer Lehre als Schlosser in Baden die Ausbildung zum Flugzeugmechaniker einzuschlagen. Dies diente damals als ideales Sprungbrett für die fliegerische Laufbahn. Kurt Jaeger wurde in der Folge Linienpilot, wodurch er die Welt – und insbesondere während 15 Jahren den Schwarzen Erdteil mit seiner vielfältigen Flora und Fauna – bestens kennenlernte. Rebellionen und Kriege waren damals in Afrika an der Tagesordnung und verschafften Kurt Jaeger entsprechende Erfahrung im Umgang mit den selbst ernannten Kriegsherren in den dortigen Krisengebieten. Zeit, um solche Erlebnisse zu Papier zu bringen, hatte er aber erst, nachdem er 1975 wieder nach Europa zurückkehrt war.

In seiner angestammten Heimat gründete er einen Hubschrauberbetrieb in Liechtenstein und leitete von 2000 bis 2005 als Direktor ein großes schweizerisches Hubschrauber-Unterhaltsunternehmen. Dabei beschäftigte er sich auch mit Übersetzungen und dem Erstellen von technischen Handbüchern. Nebenbei brachte Kurt J. Jaeger seine Lebenserfahrungen oder interessante Ereignisse in Romanform zu Papier.


Seine Bücher bergen nebst authentischem Hintergrund stets eine sehr präzise Beschreibung der Handlungsorte, der Personen und des politischen Umfeldes. Der Autor ist ein Kosmopolit – nicht umsonst benutzt er für seine Bücher die international verständliche Schreibweise seines Namens: »Jaeger« statt des eigentlich korrekten »Jäger«. Er ist bestrebt, den Leser in das Umfeld der Ereignisse zu ziehen, ihn mitten in das Geschehen hineinzusetzen. Seine jahrelangen Erfahrungen in der Fliegerei, auf Safaris in entlegenen Gebieten Afrikas oder als Reisender in abgeschiedenen Teilen der Erde haben ihn geprägt. Dementsprechend sind Kurt J. Jaegers Romane meistens auch ein Spiegelbild seines persönlichen Lebens.




10 Fragen …


Wie verläuft Dein Schreibprozess?
Ich schreibe prinzipiell in meiner »Klause« zu Hause. Meistens entsteht die Geschichte aus einem Erlebnis heraus, eine Erfahrung, die ich vielleicht vor Jahren gemacht habe. Andererseits sind es einfach Themen, die ich unbedingt zu Papier bringen will, weil die Zeit oder der Umstand nie mehr kommen wird. Schreibblockaden habe ich eigentlich nie. Wahrscheinlich deshalb, weil ich nicht unter dem Druck stehe, ein Manuskript in einer bestimmten Zeit zu Ende zu bringen. Dabei schreibe ich im Normalfall vielleicht mal zwei Seiten an einem Tag. Doch dann gibt es Tage, an denen ich absolut keine Lust zum Schreiben habe, also eine kurze Pause einschalte. Ob ich Spaß am Schreiben habe, bestimmt das Thema. Ich habe kürzlich ein Manuskript über meine Kindheit an einen Verlag abgegeben, bei dem ich in bestimmten Abschnitten Lachanfälle kriegte oder aber auch den Tränen nahe war. Schreiben findet bei mir hauptsächlich am Morgen statt. Von 09:00 bis ungefähr 13:00 Uhr. Danach ist eigentlich Schluss und ich verwende die restliche Tageszeit für andere Sachen oder denke über ein nachfolgendes Kapitel des Manuskripts nach.

Hast Du eine bestimmte Autorin, einen bestimmten Autor als Vorbild?
Vor Jahren hat einmal ein deutscher Buchkritiker zu meinem Roman ›Good bye, Liberia‹ gemeint, dass dieser eigentlich aus der Schreibstube von Hemingway sein könnte. Nun, das war meine Ansicht. Natürlich habe ich größte Achtung vor dem Schreibstil eines Hemingway. Seine direkte Art, gewisse Themen anzugehen, gefällt mir. Andererseits bleibe ich einfach meinen Stil treu, der sich manchmal zu detailliert mit Sachen abgibt. Genaueste Beschreibungen von Ereignissen – ob aus der Fantasie heraus oder den Tatsachen entsprechend – scheint ein Hobby von mir zu sein. Ich verliere mich manchmal darin.


Welches ist Dein Lieblingsbuch?
Hemingways ›For Whom the Bell Tolls‹ (›Wem die Stunde schlägt‹) steht bei mir an erster Stelle. Bei den Krimis habe ich eine Vorliebe für den Schreibstil von Alistair MacLean und Hammond Innes. Wenn es um Liebesgeschichten geht, so kommt mir stets Harold Robbins mit seinem Roman ›The Adventurers‹ in den Sinn.

Welches ist Deine liebste literarische Figur?
  • In Hemingways ›For Whom the Bell Tolls‹ sind es Pilar und Pablo
  • In Alistair MacLeans ›The Dark Crusader‹ ist es Professor Witherspoon
  • In Hammond Innes ›Atlantic Fury‹ ist es Major Braddock

Da wären noch viele zu nennen, je nach Buch der verschiedenen Autoren.

Hast Du eine ganz bestimmte Lieblingsstelle in einem Buch?
In Hemingways ›Wem die Stunde schlägt‹ das Kapitel 31: Gedanken über die Zukunft, die Heirat und den Kampf um die Heimat. Wie Hemingway mit der Sprache umgeht und mit einem einfachen Schreibstil alles herüberbringt, was wichtig ist, beeindruckt mich sehr.

Wie sehen Deine Schreibpläne für die Zukunft aus?
Ich bearbeite momentan ein Projekt, das sich mit dem Leben eines Knechts auf einem großen Bauernhof in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg befasst. Schon ein paar Mal habe ich nachgedacht, warum dieses Thema? Nun, vielleicht sind es Erlebnisse in meiner Jugend, die sich an die Oberfläche hocharbeiten. Das Beschreiben eines einfachen Lebens im ländlichen Umfeld mit all seinen traditionellen Lebensarten. Ulkige Zeitgenossen, verschrobene Typen und Menschen mit Marotten, die sich nur sehr schwer an die heutige Zeit mit all den modernen Mitteln zur Arbeitserleichterung anpassen wollen.

Nach welchen Kriterien wählst Du Deine Geschichten aus?
Die Geschichte findet mich! Es sind manchmal Blitzlichter, die sich in Bildern zeigen, Blitzlichter aus einer vergangenen Zeit oder auch einem bestimmten Ereignis. Der »Markt« ist mir einerlei. Ich schreibe, weil es mich beruhigt, weil ich meinen Kopf leeren kann und weil ich manchmal etwas schreiben will, von dem die wenigsten eine Ahnung haben. Das bedingt, dass der Markt für solche Geschichten eher klein ausfällt. Das hat mich nie gestört. Mir ging es immer darum, Vergangenes festzuhalten, um der nächsten Generation zu zeigen, was einmal war.  Dies gilt im Speziellen für die afrikanischen Kulturen. Diese habe ich über viele Jahre miterlebt, habe die Strukturen der Stämme studiert, ihre Götter, ihre Ängste und Hoffnungen. Da kann ich mich völlig in das Innenleben eines primitiven Afrikaners im Urwald hineinleben und dessen Gedankengänge zu Papier bringen.

Kennst Du Deine Charaktere in- und auswendig?
Ich kenne sie und beschreibe sie, oder aber ich kenne sie nicht und beschreibe sie daher aus der Fantasie heraus. Die Beschreibung der Protagonisten ist mir wichtig. Ihre Eigenheiten, ihr Aussehen, ihre Schwächen und Stärken sind für mich der Motor in einem Roman. Die wahren Charaktere verleugne ich meistens mit andern Namen und die erfundenen werden so beschrieben, wie sie in die Geschichte passen könnten. Am Anfang eines Romans setze ich die Figuren fest, markiere ihr Aussehen, ihr Alter, ihre charakterlichen Schwächen und Stärken. Manchmal aber kommen die Personen erst im Verlauf des Schreibens an die Oberfläche, etwa dann, wenn ich plötzlich einsehen muss, dass hier und dort ein Charakter fehlt.


Wer sind Deine ersten Probeleser?
Meine Frau kriegt stets ein oder mehrere Kapitel für eine erste Beurteilung. Manchmal ist es auch ein Freund der Familie, der die wahre Geschichte kennt und somit auf Fehler aufmerksam machen kann. Andere Probeleser habe ich nicht, wäre aber manchmal sehr froh, eine zweite Meinung zu einem Manuskript zu bekommen.

Gibt es Genres oder Textgattungen, an die Du Dich nicht wagst oder die Dich nicht interessieren?
Eine schwierige Frage. Grundsätzlich würde ich mich nie an einen Liebesroman heranwagen. Einzelne Kapitel in einem Buch kann ich jedoch durchaus verkraften. Das Schreiben mit dem »Ich« als Hauptperson geht mir ebenfalls völlig gegen den Strich. Das Gleiche gilt für Science-Fiction-Romane. Hier muss ich passen, da mir in diesem speziellen Fall die Fantasie zu weit geht, gerade wenn es um die verrückten Geschichten von Zeitreisen in Raumschiffen geht. Da ich die Fliegerei von der Pike auf gelernt und all ihre Facetten miterlebt habe, gehe ich besonders kritisch mit solchen Themen um. Auch sogenannte Frauenromane mit all ihren Auswüchsen sind mir ein Gräuel. Hier ist wirklich nichts, was zusätzliches Wissen vermittelt oder der kulturellen Entwicklung dienen kann.

Bücher (Auswahl)

Der Knecht vom Hubelhof

ISBN: 978-3-95876-460-6

Der auf einem kleinen Berghof aufgewachsene und aus ärmlichen Verhältnissen stammende Baschi findet auf dem großen Hof des Hubelbauern eine Stellung als Knecht. Seit seiner Kindheit ist er einfachste Kleidung gewohnt und geht Sommer und Winter barfuß seiner Arbeit nach. Diese Marotte macht Baschi zum Gespött bei den Bauern der Umgebung, dennoch schätzen sie seine Wetterprognosen.

Baschis Auftreten und Schüchternheit erweisen sich als Bremsschuh bei der Suche nach einer Liebschaft. Doch dann führt ein Todesfall auf dem Hubelhof zu einer tumultartigen Veränderung in Baschis Leben …


Sturm über Tonga

ISBN: 978-3-958-763951


Der Inhaber eines kleinen, aufstrebenden Lufttransport-Unternehmens betreibt eine Charterfirma mit einem zweimotorigen Flugzeug auf einem Flugplatz der Südseeinsel Fidschi. Ein Auftrag, drei Passagiere und Fracht zur Hauptinsel von Tonga zu fliegen, scheint durch eine Sturmwarnung riskant. Der Pilot entscheidet sich dennoch zu starten. Eine ausgedehnte Gewitterzone zwingt ihn aber, vom Kurs abzuweichen. Dabei gerät er mit der Maschine in äußerst gefährliche Turbulenzen. Ein Absturz ins Meer ist unvermeidlich. Vom Sturm getrieben, endet die Odyssee zunächst mit einer Rettungsinsel auf einer unbewohnten Vulkaninsel.


Das Daedalus Legat. Als noch Kolbenmotoren die Luftfahrt beherrschten

ISBN: 978-3-7345-5062-1


D
ie Ära der Cockpitbesatzungen, die sich zum Teil noch mit eigenen Ideen und improvisierten Maßnahmen aus schwierigen technischen Situationen befreien mussten, ist vorbei. Deren Aufgaben im Cockpit haben zum größten Teil die Elektronik und Computer übernommen, und am Boden sorgt geschultes Bodenpersonal für alle technischen Belange.

Dass all dies vor nicht allzu langer Zeit anders war und Piloten öfters auch mit Notsituationen zu kämpfen hatten, wird dem Leser in diesem Buch auf spannende Art und Weise nähergebracht.


Bubenjahre

ISBN: 978-3-958-763142

Wie schön waren doch die Zeiten, in denen man mit blutenden Knien, Schrammen im Gesicht und dreckigen Hosen nach Hause kam, um von den Eltern die obligate Schelte zu empfangen. Jenen, die das Aufwachsen und das Leben auf dem Lande noch in Erinnerung haben, bleibt nur ein Kopfschütteln, wenn sie an die heutigen Möglichkeiten denken, die der Jugend für ihre Freizeitgestaltung zur Verfügung stehen.

Der Autor erzählt über seine Jugendjahre und Erfahrungen während des Zweiten Weltkriegs als Ausländer in der ländlichen Schweiz. Verspottung durch Gleichaltrige, offene Konflikte in der Familie, aber auch sein einfaches und zufriedenes Leben auf dem Bauernhof. Harte Arbeit im zarten Alter, vermischt mit einem Kunterbunt an Streichen und abenteuerlichen Albernheiten. Er beschreibt die beschwerlichen Zeiten, in denen der Krieg mit seinen Einschränkungen auch in einem neutralen Land eine wesentliche Rolle spielte.


Abenteuer am Himmel. Wahre Fliegergeschichten aus der Zeit der Kolbenmotoren

ISBN: 978-3-95613-418-0

Fragile Sternmotoren, betrieben mit hochexplosivem Brennstoff, mangelnde Navigationsausrüstung, Flüge bei Vereisung, schweren Gewittern und Turbulenzen – all das setzte kompetentes, allseits informiertes Flugpersonal voraus, das sofort die richtigen Entscheidungen traf. Diese spannende Ära der Kolbenmotoren in der Luftfahrt ist zwar längst vorbei, aber die wahren Geschichten in diesem Buch lassen diese Zeit voller Abenteuer noch einmal aufleben.

Das Buch, das auch einen wichtigen Teil der Fliegerei-Geschichte beleuchtet, als Piloten noch wagemutige Helden waren, beinhaltet ca. 40 Abbildungen.


Mit dem Sensenmann auf Tuchfühlung

ISBN: 978-3-95876-213-8

Die Ära der echten Buschpiloten im tropischen Afrika ist vorbei. Die Infrastruktur wurde durch den Bau von befestigten Straßen und Brücken, die den Regenzeiten im tropischen Regenwald trotzen, erheblich verbessert. Zusätzliche Investitionen in den Ausbau von modernen Landepisten im Hinterland haben dieser Art von Lufttransport den Todesstoß versetzt. Was bleibt, sind Erinnerungen und vereinzelte Aufzeichnungen aus jener Zeit. Die damalige Buschfliegerei verlangte sehr erfahrene Piloten, die sich nicht vor Tod und Teufel fürchteten, denn die Gefahr eines streikenden Motors war bei den Flügen über dem Dschungel mit einmotorigen Maschinen stets gegeben. Mangelnder technischer Unterhalt, Wetterdienst oder fehlende Navigationsausrüstungen, waren zusätzliche Probleme, die nur durch Erfahrung, aber auch respektlose Courage aufgefangen werden konnten.

Ein Zeitdokument aus der Sicht eines ehemaligen Buschpiloten, der die täglichen, gefährlichen Einsätze mit einmotorigen Flugzeugen über dem Dschungel von Liberia, die waghalsigen Landungen auf den Pisten im Hinterland sowie die persönlichen Erfahrungen hautnah beschreibt. Seltene entspannende Momente im Leben der Piloten wechseln sich ab mit tragischen Ereignissen im Beruf und lokalen Intrigen.


Flucht aus Tshikapa. Roman

ISBN: 978-3-95876-031-8

Fransen winkte ab. Er wusste, es würde vorläufig kein nächstes Mal geben. Gemäß Paul Lambert würden die UNO-Soldaten und Truppenteile der Zentralregierung in Kürze bis Tshikapa vordringen und dann waren solche Geschäfte ein Ding der Vergangenheit. Wenigstens für eine Weile. Der Barmann stellte zwei frische Biere hin und machte die entsprechenden Striche auf die Bierdeckel.

»Denkst du an Flucht?«

Für eine Weile sagte Lambert nichts. Er sinnierte vor sich hin, trommelte mit den Fingern auf der Theke herum und nahm dann einen großen Schluck. Den Schaum wischte er sich genüsslich von den Lippen.

Kurt J. Jaeger erzählt in seinem Roman ›Flucht aus Tshikapa‹ eine frei erfundene Geschichte, eingebettet in die tatsächlichen, kriegerischen Ereignisse von damals, gemischt mit seinen persönlichen Empfindungen. In den 15 Jahren, die er im tropischen Afrika zubrachte, musste er unglücklicherweise drei Kriege wie auch die kriegerischen Handlungen in Kongo miterleben.


Auf dem Jägerstand. Jagdgeschichten

ISBN: 978-3475542589

Kurt J. Jaeger erzählt heitere und spannende Jagdgeschichten. Er hat als Revierpächter und Jagdaufseher schon viel erlebt. Aus diesem reichen Erfahrungsschatz berichtet er in diesem Buch. Etwa wie nach einem erfolgreichen Abschuss die erlegte Gams aus einer Felsspalte befreit werden muss. Von der Jagd mit Flinten auf Wildschweine in Afrika, die nicht nur wegen der unberechenbaren Temperaturen zu einem echten Abenteuer wird. Von einer Drückjagd, mit ihren strengen Regeln, und wie dabei ein Rucksack verlorengeht, der später unverhofft wieder auftaucht. Kurt J. Jaegers Geschichten sind teils komisch, teils bewegend, aber immer authentisch.


The Abyssinian Cache. Novel

ISBN: 978-1627840460

It’1941 and the last days of war in Italian-occupied Ethiopia. A small Italian arms convoy is destroyed in an air attack and its sole survivor, Major Umberto Mancino, stumbles across a load of gold bullion hidden in one of the lorries. He seizes this once-in-a-lifetime windfall and hides the fortune in hopes of cashing in once war is over. Fates collide and he gets orders for a covert operation: hiding two beautiful Bugatti automobiles brought to Africa on Mussolini’s orders. Not allowed to fall into enemy British hands, the clock is ticking and absolutely no witnesses to the hideout will be tolerated. The task is achieved with the help of Captain Silvio Falone, but ends in bloody horror and the two officers in British prison camps. Some 30 years later, their hidden fortune beckons them back to Ethiopia. The ensuing recovery is daring and full of suspense.


Und immer lockt das Wild. Heitere Jagdgeschichten

ISBN: 978-3475541919

Als langjähriger Revierpächter und Jagdaufseher hat Kurt J. Jaeger viel erlebt in Wald und Wiese. Er erzählt humorvoll von den Tücken des Jägerlebens sowie von lustigen Erlebnissen aus seinem Bekanntenkreis. Ein Geißbock irrt durch die Wälder, vertreibt das Wild und sorgt sogar nach seinem Abschuss für Aufregung. Empörung geht durch eine ländliche Gemeinde, als ein Gast ihren Steinbock erlegt. Besserwisserische Jagdgäste und Leichtsinn unter den Kollegen führen zu kleinen und größeren Pannen. Ebenso erfährt man von den Folgen, die der Abschuss eines Steinadlers nach sich zieht. Kurt J. Jaegers Geschichten sind voller Frohsinn und Witz und vermitteln doch die Ernsthaftigkeit der Jagd.


Shakiso – Gold des Negus. Roman

ISBN: 978-3862795154

Bis zur blutigen Revolution im Jahre 1974 und dem Tod von Kaiser Haile Selassie gehörten die Goldminen in Äthiopien seit biblischen Zeiten und in salomonischer Erbfolge dem jeweiligen Herrscher im Lande. Raubüberfälle auf die Goldtransporte waren an der Tagesordnung. Räuberische Shiftas erbeuten 1941 von den sich auflösenden italienischen Kolonialtruppen eine Menge Schusswaffen. Davon direkt betroffen ist die seit Urzeiten ausgebeutete Shakiso-Goldmine in der Region Sidamo.

Als ein neuer Betriebsleiter verpflichtet wird, finden die Goldtransporte bald regelmäßig statt. Die Überfälle der Shiftas werden immer dreister. Eine Landepiste scheint die Lösung zu sein. Doch dann kommt die tropische Regenzeit. Der für die Goldtransporte zuständige Pilot entscheidet sich, bei seinem letzten Flug die Goldladung an sich zu reißen. Längst vergessene Benzinvorräte auf einem ehemaligen Flugfeld geben ihm die Möglichkeit, Äthiopien mit einem Nonstop-Flug hinter sich zu lassen. An diesem Tag baut sich eine mächtige Gewitterfront zwischen ihm und den Benzinvorräten auf. Zweifel über den Erfolg des äußerst gefährlichen Vorhabens scheinen angebracht.


Das Bugatti Dossier. Das abessinische Vermächtnis. Roman

ISBN: 978-3990030073

Ein Gerücht führt auf die Spur von zwei exklusiven Bugatti-Cabriolets, die angeblich nach dem siegreichen Kampf der italienischen Kolonialtruppen gegen die Truppen von Emperor Haile Selassie für den triumphalen Einzug von Benito Mussolini in Addis Ababa gedacht waren. Da dies aber durch den Zusammenbruch der italienischen Front gegen die Briten und ihre Verbündeten nicht zustandekommt und man diese zwei Wagen den Siegern nicht als Trophäe überlassen will, müssen sie in letzter Minute in ein Versteck gebracht werden.

 Dies geschieht unter strikter Geheimhaltung unter der Führung von zwei italienischen Offizieren, von denen der eine, durch Hilfe eines Landsmannes, ein passables Versteck in den Bergen ausfindig macht. Die Tragik bei diesem heiklen Unterfangen ist die Tatsache, dass der leitende Offizier Mancino von einem geheimen Goldtransport einen Teil der Ladung für sich abzweigt und zusammen mit den Bugattis zum Versteck bringen will. Das nötige Hilfspersonal bei dieser Aktion ist ebenfalls von der Geheimhaltung betroffen. In den Augen des leitenden Offiziers sind diese Helfer aber ein Risiko, das es zu vermeiden gilt. Durch die schnell der Hauptstadt nahende Front im Osten von Äthiopien sind die zwei Offiziere gezwungen, sich an der Rettung von Mensch und Material aus dem Frontbereich zu beteiligen. Nachdem sie bei einem kurzen Stellungskampf von den Briten gestellt werden, verbringen sie mehrere Jahre in einem Gefangenenlager in Kenia.

Lange nach Ende des Zweiten Weltkriegs werden sie aus der Gefangenschaft entlassen und mustern sich in Italien für kurze Zeit wieder in die Armee ein. Nach etlichen Dienstjahren und Beförderungen quittieren sie den Dienst und genießen ihr Rentenalter in der Bergregion von Norditalien. Der versteckte Schatz in der Halbwüste von Äthiopien wird als Verlust abgeschrieben. Ein Autounfall in den Bergen geht für Mancino tödlich aus. Damit ist der zweite Offizier der ehemaligen italienischen Kolonialarmee, der vom Versteck der Bugattis und des Goldes weiß, der einzige überlebende Geheimnisträger.

Mit zwei Helfern organisiert er eine geheime Bergungsaktion, die für die Abenteurer jedoch einiges an Überraschungen bereithält. Gefahr lauert überall und die politische Lage in Äthiopien scheint alles andere als sicher zu sein.


Eisiger Horizont. Roman

ISBN: 978-3788812997

Zur Belieferung der entlegenen und teilweise auch von der Umwelt abgeschnittenen Ort im hohen Norden von Kanada werden zu Beginn der 1970er-Jahre leichte ein- und zweimotorige Flugzeuge eingesetzt. Diese transportieren Lebensmittel, Werkzeuge und Brennstoff zu den kleinen Siedlungen und Firmencamps, die mit der Exploration des Nordens beschäftigt sind. Uran- und Ölvorkommen beflügeln zu der Zeit die Entwicklung von Bergbaufirmen. Aber diese Flugzeuge werden auch für Krankentransporte eingesetzt. Eine Charterfluggesellschaft in Yellowknife übernimmt im harten Winter mit einer einmotorigen Cessna einen solchen Transport.

In einem weit abgelegenen Camp nahe des Great Bear Lake hat ein Mitglied eines Vermessungstrupps ein Bein gebrochen, und da es sich herausstellt, dass es sich dabei um eine komplizierte Verletzung handelt, wird sofort per Funk ein Flugzeug zum Transport des Verunfallten angefordert. Die Wetterlage ist riskant für einen Flug in die menschenleere Gegend des hohen Nordens. Der Pilot Galonsky aber hofft, noch vor Einbruch einer gewaltigen Schlechtwetterfront den Verletzten an Bord zu haben, um den Rückflug nach Yellowknife anzutreten.

Es begleitet ihn die Frau des Verletzten, obwohl Frauen im entlegenen Camp per Firmen-Policy nicht willkommen sind. Sie ist eine ausgebildete Krankenschwester, die sich mit Beinbrüchen auskennt. Daher besteht sie auf dem Mitflug, um mögliche Komplikationen beim Transport zu vermeiden. Nach Stunden endet der Flug ohne Zwischenfall auf einer Behelfspiste im Camp. Für den Rückflug muss aber noch schnell aus dort gelagerten Benzinfässern und bei beißender Kälte von Hand nachgetankt werden. Die Front, die als ausgewachsener Blizzard vom Nordwesten herankommt, greift bereits nach der ungesicherten Maschine. Der Verletzte wird auf die Rückbank der Maschine verladen, und dann ist Galonsky gezwungen, sofort zu starten. Beim Abflug wird das Flugzeug von heftigen Böen erfasst. Wegen der nun im Schneetreiben sehr knappen Sicht entscheidet er sich zum Tiefflug über die Tundra.

Die Wetterlage wird zwar besser, aber die Wolken liegen tief und wegen der Berge, die einen direkten Flugweg nach Yellowknife blockieren, ist Galonsky gezwungen, die Route in Richtung Osten zu verlegen. Die Erleichterung über den gelungenen Abtransport des Verletzten trügt, denn plötzlich beginnt der Motor aus unerklärlichen Gründen zu stottern. Galonsky entdeckt vor ihm einen kleinen zugefrorenen See und entschließt sich, die Cessna mit Risiko eines Bruches zu landen. Die Notlandung gelingt, doch die mit Skiern ausgerüstete Maschine kann nicht gebremst werden. Mit Wucht rast sie die Uferböschung hoch, wo sie inmitten haushoher Koniferen zum Stehen kommt. Schnee bricht durch die geborstene Windschutzscheibe und die Maschine sackt mit gebrochenem linkem Ski in ein Loch. Der rechte Flügel der Maschine scheint schwer beschädigt zu sein. Die Insassen sind mit viel Glück beinahe unverletzt geblieben.

Die drei verbringen die einfallende Polarnacht in der Flugzeugkabine, mitten in der Wildnis. Werden sie je wieder heil aus ihrer misslichen Lage kommen?


Im Rachen des Löwen. Roman

ISBN: 978-3828013445

Der amerikanische Industrielle Frank Collins hat bei zwei Jagdsafaris in Afrika bereits etwas Erfahrung gesammelt. Allerdings ist es ihm bis jetzt nie gelungen, einen Löwen zu erlegen. Dies will er nun nachholen. Dazu reist er mit seiner Tochter aus erster Ehe und seiner zweiten Frau nach Tansania zu einer mehrwöchigen Safari.

Nach einem Inlandflug in das fast menschleere Jagdgebiet des Rungwa empfängt ihn der Berufsjäger Ashford. Sie beziehen ein temporäres Camp, wo sie es sich in Zelten bequem machen. Anfänglich verläuft die Jagd sehr gut, und selbst Collins Tochter beteiligt sich erfolgreich daran. Doch dann machen sie eine schreckliche Entdeckung: Ein Honigsammler führt sie zu den Überresten der von Löwen getöteten und angefressenen Leiche seines Sohnes.

Maneaters! Ashford ist sich seiner Verantwortung bewusst und entschließt sich, sofort die Verfolgung aufzunehmen. Diese schlägt fehl, aber die Leiche eines von Löwen gerissenen Wilderers führt sie auf die Spur zurück. Collins sieht seine Chance gekommen, endlich einen kapitalen Löwen zu erlegen und dazu noch einen sehr gefährlichen Menschenfresser. Bei der Verfolgung entgehen sie nur knapp dem entschlossenen Angriff zweier Löwinnen, die den gefährlichen Maneater begleiten.

Collins kommt kurz darauf zum Schuss, aber eine Nachsuche wird erforderlich. Ashford weiß. wie gefährlich es ist, einen verwundeten Löwen zu verfolgen, und er trifft gewisse Vorsichtmaßnahmen. In dem ziemlich dichten Bewuchs ist die Sicht auf wenige Meter begrenzt. Ein blitzartiger Angriff der Raubkatze aus der Deckung heraus überrascht Ashford, der schnell noch einen ungezielten Schuss aus seiner Doppelbüchse abgeben kann. Der Löwe scheint nicht getroffen, und es kommt zu einem dramatischen Kampf um Leben und Tod …



Weitere Publikationen (Auswahl):

  • Um Haaresbreite (In: Wild & Hund, 1987)

  • Auf der Fährte der Geister (In: Wild & Hund, 1992)

  • Tricks am Makwasa River (In: Jäger. Deutsche Jägerzeitung, 1995)

  • Zwischen Bangen und Hoffen (In: Jäger. Deutsche Jägerzeitung, 1996)

  • Entscheidung am Moyowoshi (In: Jäger. Deutsche Jägerzeitung, 1997)

  • Schwitzend auf der Fährte. (In: Jagen weltweit, 2007)

  • By a Hair

    ’s Breadth (In: Safari International, 2009)

  • Problem Elephants in the Caprivi (In: Safari International, 2010)

  • Jagd in den Wrangel Mountains (In: Jagen weltweit, 2012)