Ludwig Marxer 
Autor






Bio-bibliografische Angaben

Ludwig Marxer wurde am 26. April 1962 als zweites Kind der Familie Peter Marxer in Vaduz geboren. Er besuchte in Liechtenstein die Primarschule, später das Jesuiten-Gymnasium in Feldkirch und das Kollegium in Obwalden. Sein Jurastudium an der Universität Fribourg begann er 1981 und beendete es mit dem Lizenziat im Jahr 1986. Mit seiner Dissertation ›Die liechtensteinische Familienstiftung‹ promovierte er 1990 zum Dr. iur.

Ein Jahr nach Abschluss seiner Doktorarbeit heiratete er seine erste Frau; die gemeinsame Tochter kam 1992 zur Welt. Nach kurzer Tätigkeit als Jurist in Liechtenstein übersiedelte er 1993 mit seiner kleinen Familie nach Wien. Dort begann Ludwig Marxer seine Arbeit an dem Kriminalroman ›Die Schwester‹, dessen Handlung in Wien, Feldkirch und Liechtenstein spielt und der autobiografische Bezüge anklingen lässt. Noch während der Arbeit an seinem Buch wurde im Jahr 2001 seine Ehe geschieden, die Tochter blieb bei der Mutter.

Nach Erscheinen seines Erstlingswerks 2002 im van Eck Verlag begann Ludwig Marxer mit seiner Arbeit an mehreren Kurzgeschichten. Im April 2005 ehelichte er seine zweite Frau, mit der er auf einen Bauernhof nach Stronsdorf zog, einer kleinen ländlichen Gemeinde an der tschechischen Grenze.

Durch Schübe schwerster Depressionen, unter denen er von Jugend an litt, wurde die schriftstellerische Tätigkeit immer wieder unterbrochen. Seine fortwährende Suche nach Lebensberechtigung trübte zunehmend sein Gemüt, und schließlich konnte er der unerträglichen Last seiner existenziellen Zweifel nicht mehr standhalten. Am 8. Februar 2006 nahm sich Ludwig Marxer in Stronsdorf das Leben. Seine hinterlassene Sammlung an Kurzgeschichten wurde postum von seiner Familie herausgegeben.

Im Frühjahr 2014 startete der van Eck Verlag mit einer neuen Edition, nämlich der ›Gedächtnisreihe Ludwig Marxer‹, die des verstorbenen Autors gedenken soll. Sie dient dem Zweck, angehenden Autorinnen und Autoren die Chance zu bieten, ihre noch unveröffentlichten Manuskripte in einem Verlag unterzubringen. Die Gedächtnisreihe umfasst das ganze Spektrum der Belletristik und richtet sich vor allem – aber nicht ausschließlich – an liechtensteinische und in Liechtenstein lebende Schriftstellerinnen und Schriftsteller. 




 
Bücher 

Tödliches Dreieck. Zehn Kurzgeschichten

(ISBN: 3-905501-71-6)

Ludwig Marxer, gelernter Jurist, kreist mit seinen Erzählungen um die kriminellen Verwirrungen des Alltags. Zum Beispiel diese: Ein wahrer Gentleman lernt aufgrund einer Kontaktanzeige eine Frau kennen, die kurz darauf sechs Richtige im Lotto hat. Wovon aber nur er etwas weiß. Soll er sie nun umbringen und den Lottoschein selbst einlösen?

Oder: ein dröger Zeitgenosse entdeckt seine große Liebe zum Maserati und geht bis zum Äußersten, um den kostbaren Wagen nicht zu verlieren.

Und ist es wirklich nur »Ketschap«, was das Kind im Wohnzimmer entdeckt?

Außerdem: Wenn sich zwei zusammentun, um einen Juwelierladen auszurauben, brauchen sie ein todsicheres Versteck für die Beute. Da liegt der Friedhof nahe. Doch wie beweglich sind Leichen?

Und wer fährt denn da frühmorgens auf der Autobahn?

Auch über das Wunder der Suggestion (oder der Autosuggestion?) macht sich Ludwig Marxer so seine Gedanken – ganz aus der Ferne.

Gefährlich nah kommt dagegen ein Jurist der Künstlerin in ›Künstlerpech‹.

Keine Kunst ist das Fernsehen, aber es kann eine wunderbare Waffe sein. Zum Beispiel in ›Tödliches Dreieck‹.

Ist man(n) mit seinem Latein am Ende, so muss man(n) eben Nachhilfeunterricht nehmen. Und der führt einen vielleicht direkt in die Arme der großen Liebe. Solange da nicht etwas falsch verstanden wird.

Und auch harmlose Nachbarinnen können es faustdick hinter den Ohren haben, wie uns Ludwig Marxer spannend und unterhaltsam zugleich beweist.


Die Schwester. Kriminalroman

(ISBN: 3-905501-41-4)

Die aus Liechtenstein stammende Studentin Bettina Lang wird in ihrer Wiener Wohnung von ihrer Schwester tot aufgefunden. Für den erfahrenen Chefinspektor Karl Rotter, Leiter der Mordkommission, steht bald fest, dass der Mörder ein Dilettant gewesen sein muss. Könnte dem Täter eine Verwechslung unterlaufen sein? Hätte anstatt der ›unauffälligen‹ Bettina deren Schwester Hannelore getötet werden sollen? Rotter stößt in ein Wespennest.