Manfred Schlapp
Autor 


Bio-bibliografische Angaben

Prof. Dr. Manfred Schlapp, geb. 1943 in Innsbruck, studierte Philosophie, Psychologie und Altphilologie. Nach dem Studium wurde er ins Fürstentum Liechtenstein berufen. 1988 wanderte er durch Tibet und hielt in Tonga kulturphilosophische Vorlesungen. Zurück im Fürstentum lehrte er an der Universität für Humanwissenschaften Philosophie und an der Hochschule Liechtenstein Ethik. 2006 studierte er in Paris im Rahmen eines Sabbaticals Koran-Arabisch. Gastvorlesungen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz.

Seit seinem Studium ist Manfred Schlapp publizistisch und literarisch tätig. 1974 wurde er in den Internationalen PEN-Club aufgenommen. Vier Jahre später gründete er den PEN-Club Liechtenstein, dessen Ehrenpräsident er ist. Für seine Publikationen und TV-Dokumentationen über Liechtenstein ist er mit dem ›Josef Gabriel von Rheinberger-Preis‹ ausgezeichnet worden.


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10 Fragen …


Wie verläuft Dein Schreibprozess?
Mein Schreiben verläuft nach keinen Regeln, nicht einmal bei Föhneinbrüchen.

Hast Du eine bestimmte Autorin, einen bestimmten Autor als Vorbild?
Das wäre eine lange Liste, da sie weder historisch noch geografisch begrenzt ist.

Welches ist Dein Lieblingsbuch?
Goethes ›Faust‹.

Welches ist Deine liebste literarische Figur?
Zwerg Nase.

Hast Du eine ganz bestimmte Lieblingsstelle in einem Buch?
»Verum ridentem dicere.«
[Anmerkung der Redaktion: Nach den ›Sermones‹ des Horaz. In etwa: Lächelnd die Wahrheit sagen.

Wie sehen Deine Schreibpläne für die Zukunft aus?
Das hängt von meinem Gesundheitszustand ab.

Nach welchen Kriterien wählst Du Deine Geschichten aus?
Die Themen finden mich.

Kennst Du Deine Charaktere in- und auswendig?
Wie sollte das möglich sein?

Wer sind Deine ersten Probeleser?
Mein holdes Weib.

Gibt es Genres oder Textgattungen, an die Du Dich nicht wagst oder die Dich nicht interessieren?
Ich schrecke vor nichts zurück.



Bücher (Auswahl)

Valentin Landmann und die Panzerknacker. Von einem, der auszog, das Nicht-Fürchten zu lernen

(ISBN: 978-3-906276-55-7)

Viele kennen den Strafverteidiger Valentin Landmann aus den Medien. Da ist die Rede von einem Staranwalt, vom ›Ganoven-Valentino‹ oder von einem ›schillernden‹ Medienanwalt. Solche Etiketten vermitteln ein völlig verzerrtes Persönlichkeitsbild. Doch wer ist Valentin Landmann wirklich? Diese Frage beantwortet Manfred Schlapp in einer spannend erzählten Lebensgeschichte. Diese Geschichte ist alles andere als rosig verlaufen, ja, seine zweite Ehefrau bezeichnet sie als »albtraummäßig«, und zwar sowohl mit Blick auf die ersten dreißig Lebensjahre als auch danach. Erst mit 30 Jahren ist Valentin aus einer streng kontrollierten Welt ausgebrochen und ausgezogen, um das Nicht-Fürchten zu lernen. Er holte quasi auf dem zweiten Bildungsweg nach, was er bislang versäumt hatte. Was sich auf diesem Weg und in der Folgezeit abgespielt hat, ist eine filmreife Geschichte, die sein Biograph einfühlsam und anhand von Quellen nacherzählt hat, die nur ihm zugänglich sind.


Mea Culpa, Mea Culpa. Wenn Zumutungen zur Last werden. Zeitgeschichtliche Reflexionen

(ISBN: 978-3-906276-50-2)

›Mea Culpa‹ ist eine Selbstanklage, die ein Ministrant der alten Schule kniend und gebeugten Hauptes hervorstieß. In Gedenken an diesen Kniefall, den er in seiner Kindheit mit Hingabe praktiziert hat, entwirft der Autor vor dem Hintergrund historischer Entwicklungen seit dem Zweiten Weltkrieg, aktueller Migrationsdebatten und Auseinandersetzungen zum Thema Islam als Teil unserer Kultur ein zeitkritisches Gemälde, in dessen Focus das Heute respektive die heutige europäische Gesellschaft steht.


Islam heisst nicht Salam. Streifzüge durch die muslimische Welt. Ein Lesebuch

(ISBN: 978-3-906276-11-3)

Was sich in jüngster Zeit in der muslimischen Welt abspielt, hat mittlerweile selbst professionelle Schlafmützen aus ihrem Dornröschenschlummer geweckt. Der Autor Manfred Schlapp, ein ausgewiesener Kenner des Islam, hat die aktuellen Entwicklungen bereits in seinen Vorlesungen über die muslimische Welt vorausgesagt, die er in den Jahren 2009-2012 an der von Peter Sloterdijk geleiteten Hochschule zu Karlsruhe hielt.

In seinem Buch ›Islam heisst nicht Salam‹ spannt der Autor einen weiten Bogen. Kenntnisreich gibt er einen umfassenden Überblick über die muslimische Welt von ihren Anfängen bis heute, um dann ausführlich auf die aktuellen Ereignisse einzugehen. Bei seinen Ausführungen stützt er sich auf den Koran, den er im Original zu lesen gelernt hat, und untermauert seine Darstellungen mit entsprechenden Koranversen. Das ergibt ein spannendes Mosaik, das zu überraschenden Einsichten führt.


Notabene. Einfach zum Nachdenken

(ISBN: 978-3-99018-174-4)

›Notabene‹ war der Titel einer kulturphilosophischen Kolumne, die ab 2003 alle 14 Tage im ›Liechtensteiner Vaterland‹ erschien und die sich einer begeisterten Leserschaft erfreute. Entsprechend groß war das Echo, als die ersten 200 ›Notabene‹ in zwei Bänden erschienen sind.
»Herzlichen Dank!«, schrieb ein begeisterter Leser nach Erscheinen des zweiten ›Notabene‹-Bandes: »Mögen noch weitere Bände folgen und mögen damit viele Menschen nach bloß wenigen Lektüre-Minuten um vieles klüger werden! Das Buch steht für ein intellektuelles Schnellimbiss-Restaurant. Nur kriegt der Gast keine einfachen Hamburger serviert, sondern Hauben-Kreationen auf höchstem Niveau!«

Der Autor Manfred Schlapp beherrscht die Kunst, selbst schwierige Themen so darzustellen, dass sie leicht, ja, amüsant zu lesen sind. Solche Kunst ist ein Garant dafür, dass die Leser auch am dritten ›Notabene‹-Band, der die letzten 50 Kolumnen versammelt, ihr Lesevergnügen, gepaart mit Erkenntnisgewinn, haben werden.


Notabene. Einfach zum Nachdenken. Zweiter Band

(ISBN: 978-3-033-03350-4)

Jeden zweiten Samstag freuten sich die Leser des ›Liechtensteiner Vaterlands‹ auf eine Kolumne namens ›Notabene‹. In diesen kulturphilosophischen Kolumnen wurden sowohl spannende Themen vergangener Tage behandelt als auch aktuelle gesellschaftspolitische Probleme wie zum Beispiel der Islamismus.

Der Autor Manfred Schlapp beherrscht die Kunst, selbst schwierige Themen so darzustellen, dass sie leicht, ja amüsant zu lesen und mit ironischem Witz gewürzt sind. Entsprechend groß ist die Begeisterung der Leser und entsprechend groß war die Freude der Leserschaft, als die ersten 100 ›Notabene‹ in Buchform erschienen sind. Unter dem Titel ›Einfach zum Nachdenken‹ erschienen im Februar 2012 die zweiten 100 ›Notabene‹ in Buchform – wiederum zur Freude der begeisterten Leserschaft.


Notabene. 100 x einfach zum Nachdenken

(ISBN: 978-3-90550-196-4)

›Notabene‹ war der Titel einer Zeitungskolumne, die sich einer begeisterten Leserschaft erfreute. Die Thematik dieser Kolumnen reichte von den Kernproblemen der Philosophie über gesellschaftspolitische Grundsatzfragen bis hin zu den aktuellen Problemen unserer Zeit.

Der Autor Manfred Schlapp, ein bekannter Essayist, versteht es, selbst schwierige Themen so darzustellen, dass sie leicht, ja amüsant zu lesen und mit ironischem Witz gewürzt sind. Entsprechend groß ist das Interesse der Leser.


Worüber unser Gaumen lacht. Kulinarische Grüße von Freunden der schönsten Künste

(ISBN: 978-3-90550-175-9)

Das Buch ›Worüber unser Gaumen lacht‹ versammelt literarische, künstlerische und lukullische ›Schmankerl‹. Diese Leckerbissen wurden von Dichtern und Künstlern, von Hobby- und Haubenköchen angerichtet. Das Buch ist in des Wortes doppelter Bedeutung eine kulinarische Delikatesse: Kunst und Literatur geben sich in diesem Buch auf der gastrosophischen Ebene ein Stelldichein.


Russen in Liechtenstein. Flucht und Internierung der Wehrmacht-Armee Holmstons 1945-1948

(ISBN: 978-3-90531-173-0)

Der Untertitel ›Flucht und Internierung der Wehrmacht-Armee Holmstons 1945-1948‹ präzisiert die Thematik. Das Buch ist einerseits eine historische Darstellung der Flucht von 500 Wehrmachtrussen nach Liechtenstein im Mai 1945 und deren Internierung im Fürstentum. Zum anderen gibt es Bericht von der Herstellung des Films ›Fluchtburg Liechtenstein‹, der den Anstoß für das Buch gab.


Irren ist unmenschlich. Kritik der reinen und praktischen Unvernunft

(ASIN: B00HR917YU)

Der Untertitel ›Kritik der reinen und praktischen Unvernunft‹ spielt auf die berühmten ›Kritiken‹ von Immanuel Kant an und verdeutlicht das Anliegen des Buches: Es zeigt anhand der real existierenden ›Welt‹ von heute auf, wie es um die Macht bzw. Ohnmacht der Vernunft und um die Vormacht der Unvernunft bestellt ist. Kant wäre nicht begeistert, wenn er Auskunft bekäme über den ›Stand des Menschengeschlechts‹.