Ronnie R. Vogt
Autor


Bio-bibliografische Angaben

Ronnie R. Vogt (*1994) ist Filmemacher und Autor aus Balzers, Liechtenstein. Während seiner Ausbildungszeit entstanden neben einigen Kurzfilmen auch bisher unveröffentlichte Erzählungen. Zwischen 2013 und 2016 realisierte er mit ›Reunion Solitaire‹ einen Film mit experimenteller Text- und Bildsprache. Mit der Novelle ›Der Tote‹ veröffentlichte er sein erstes literarisches Einzelwerk. Zurzeit studiert der in Chur.




10 Fragen …


Wie verläuft Dein Schreibprozess?
Schleichend. Aber wenn, in sintflutartigen Schwallen.

Hast Du eine bestimmte Autorin, einen bestimmten Autor als Vorbild?
Nein. Vorbilder führen meistens nur zu unscharfen Kopien.

Welches ist Dein Lieblingsbuch?
Wenn ich einmal gestorben bin und in meinem Bücherregal ein Mechanismus installiert worden ist, welcher zählte, welches Buch ich denn am meisten aus dem Regal genommen habe, dann könnte man dies theoretisch als mein Lieblingsbuch bezeichnen, aber eigentlich will ich mich nicht auf eines festlegen.

Welches ist Deine liebste literarische Figur?
Der Erzähler in den verschiedenen Perspektiven.

Hast Du eine ganz bestimmte Lieblingsstelle in einem Buch?
Ich schätze das letzte Wort, welches in der redigierten Fassung von Dürrenmatts Kurzgeschichte ›Der Tunnel‹ die letzte Frage beantwortet.

Trailer ›Reunion Solitaire‹



Wie sehen Deine Schreibpläne für die Zukunft aus?
Da wird sich mein Zukunfts-Ich damit beschäftigen müssen, aber ich vermute, dass es sich wirklich damit beschäftigen muss.

Nach welchen Kriterien wählst Du Deine Geschichten aus?
Wenn sie mich ständig verfolgen, folge ich ihnen auch.

Kennst Du Deine Charaktere in- und auswendig?
Nein, sie sind mir meistens ein Rätsel.

Wer sind Deine ersten Probeleser?
Ich, Herr Vogt und meine Wenigkeit. Sollten diese Herren zu keinem Ergebnis kommen, steht mir meine werte Mutter auch stets mit kritischem Blick zur Seite.

Gibt es Genres oder Textgattungen, an die Du Dich nicht wagst oder die Dich nicht interessieren?
Telefonbücher haben ihre Reize, aber ich kann mir schlecht Namen merken.





Bücher 

Der Tote. Eine gedankliche Irrfahrt

(ISBN: 978-3-905881-52-3)

Der Tod gilt als letztes und unerforschtes Stadium des Menschen. Der Erzähler wacht auf und stellt fest, dass sein Zimmergenosse über Nacht dieses Stadium erreicht hat. Vom Unbehagen über die Zukunft ergriffen, wartet er ab und tut nichts, bis er bemerkt, dass diese Zukunft nicht eintritt. In dieser Situation verlässt er die Realität und begibt sich auf eine Irrfahrt in die Tiefen des menschlichen Gedankenkomplexes, in dem er zunehmend zu verschwinden droht. Bis er plötzlich wie aus dem Schlund eines enormen Tieres wieder ins Hier geschleudert wird und dort den trifft, der als Einziger eine Erklärung für das Ganze zu besitzen scheint: den Toten.