Simon Deckert
Autor


Bio-bibliografische Angaben

Simon Deckert, geboren in Österreich und aufgewachsen in Liechtenstein, schreibt hauptsächlich Prosa und Songtexte. Nach der Matura am Liechtensteinischen Gymnasium Vaduz studierte er zwei Semester Anglistik und Philosophie in Zürich. Im Herbst 2009 begann er das Studium am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel, wo er im Frühjahr 2013 mit dem BA in Literarischem Schreiben abschloss. Es folgten ein Praktikum beim Internationalen Buch- und Literaturfestival BuchBasel sowie ein dreimonatiger Schreibaufenthalt in Wien im Rahmen des Artist-in-Residence-Programms von KulturKontakt Austria und dem österreichischen BMUKK. Neben gelegentlichen Auftritten als Schlagzeuger, Sänger und Gitarrist hat er Texte in verschiedenen Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht, unter anderem in der Dresdner Literaturzeitschrift ›Signum‹, im Jahrbuch des Literaturhauses Liechtenstein und im Tagblatt der Stadt Zürich. Im März 2013 wurde die Kurzgeschichte ›Labyrinth‹ im Rahmen der Reihe ›Klappstuhllesungen‹ auf SWR 2 übertragen.




10 Fragen …


Wie verläuft Dein Schreibprozess?
Der Schreibprozess ist etwas sehr Persönliches und schwer in Worte zu fassen. Von außen betrachtet, erreicht er seinen Höhepunkt darin, dass ich, fast immer vormittags, mit einer Flasche Wasser am Computer sitze und abwechselnd tippe und aus dem Fenster schaue. Vorher dusche ich und trinke Kaffee.

Hast Du eine bestimmte Autorin, einen bestimmten Autor als Vorbild?
Ich tue mir schwer mit dem Begriff Vorbild. Was es immer gibt, sind Künstler, die mich gerade inspirieren. Manche beschäftigen mich über Jahre hinweg, andere nur ein paar Tage oder Wochen, aber alle hinterlassen ihre Spuren in meiner Arbeit.

Welches ist Dein Lieblingsbuch?
›Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer‹, ›Jim Knopf und die Wilde 13‹.


Welches ist Deine liebste literarische Figur?
Der Ich-Erzähler im Roman ›Blutige Anfänger‹ von Colin MacInnes. Weil er gerne tut, als wüsste er alles, und gleichzeitig ahnt, dass er gar nichts weiß. Und weil er so schön menschlich ist in seinem Schwanken und ihm der Autor so aufmerksam dabei zuschaut.

Hast Du eine ganz bestimmte Lieblingsstelle in einem Buch?
Das Ende von Erich Kästners ›Fabian‹.

Wie sehen Deine Schreibpläne für die Zukunft aus?
Weiterschreiben.

Nach welchen Kriterien wählst Du Deine Geschichten aus?
Ich arbeite gern mit Vorgaben, zum Beispiel dem Thema eines Wettbewerbs oder einer Publikation. Aber irgendwas beschäftigt mich immer. Ich merke es, wenn ein Thema in meinem Kopf Gestalt anzunehmen beginnt. Dann kann ich ihm ein wenig über die Schwelle zu meinem Bewusstsein helfen, indem ich Notizen mache, aufschreibe, was mir durch den Kopf geht, im Schreiben meine Gedanken ordne. Irgendwann wird das Thema in Form einer Geschichte greifbar, und dann wird aus der Geschichte und den Notizen der Text.

Kennst Du Deine Charaktere in- und auswendig?
Ich weiß nur so viel über meine Figuren, wie ich für die Geschichte über sie wissen muss.

Wer sind Deine ersten Probeleser?
Oft meine Eltern, ansonsten Weggefährten während der Zeit, in der ein Text entsteht.

Gibt es Genres oder Textgattungen, an die Du Dich nicht wagst oder die Dich nicht interessieren?
Ich schreibe keine Epochenromane. Die einzige Epoche, an die ich mich erinnern kann, hat angefangen, als ich elf war und mich noch eher für Videospiele interessiert habe.
Veröffentlichungen 

(Auswahl)

  • Musik und die Welt. Jazzclub Tangente in Eschen. In: Liechtenstein. Klein, aber oho. Lieblingsplätze zum Entdecken. Meßkirch 2016.
  • Der Rückzugsort. Das Grab Oskar Werners auf dem Friedhof in Triesen. In: Liechtenstein. Klein, aber oho. Lieblingsplätze zum Entdecken. Meßkirch 2016.
  • Warum die Qualle kein Rasiermesser braucht. In: Schlafes Bruder, wann stirbst Du Spielverderber endlich? Der Bund. Essay-Wettbewerb – Die 20 Besten. Zürich 2014.
  • der möngi toni / Groß. In: Lichtungen. Zeitschrift für Literatur, Kunst und Zeitkritik (138). Graz 2014.
  • Schiffbruchpositionen. In: Lichtungen. Zeitschrift für Literatur, Kunst und Zeitkritik (138). Graz 2014.
  • Labyrinth. Radioübertragung im Rahmen der ›Klappstuhllesungen‹ von SWR 2 Tandem. Stuttgart 2013.
  • Ostwärts. In: La Liesette Littéraire. Jahresanthologie des Schweizerischen Literaturinstituts. Genf 2013.
  • Walpurgisnacht. In: Signum. Blätter für Literatur und Kritik. Dresden 2013.
  • Ein Hundeschicksal. In: Schnitt. Jahrbuch 6 des Literaturhauses Liechtenstein. Triesen 2012.
  • der möngi toni. In: Sagenhafte Geschichten. BiblioThekenTour 2011. Vaduz 2012.
  • Die Fee vom Römerhof. In: Sagenhafte Geschichten. BiblioThekenTour 2011. Vaduz 2012.
  • Diabalöcher. In: Sagenhafte Geschichten. BiblioThekenTour 2011. Vaduz 2012.