Willy Marxer
Autor


Bio-bibliografische Angaben

Der in Nendeln aufgewachsene Autor Willy Marxer, Jahrgang 1947, ist Architekt im Ruhestand, Hobby-Musiker und lebt in Ruggell. Von Freunden und Bekannten als »Versli-Schmed‹ wahrgenommen und zum Weitermachen motiviert, schrieb er nach und nach zeitkritisch-»bissige«, vorwiegend aber heiter-besinnliche Gedichte, Limericks und Schüttelreime im Nendler Dialekt.

Eine erste Sammlung seines Schaffens, mit Illustrationen von Tanja Frick versehen, liegt nun unter dem Titel ›Aber, aber …!‹ vor und ist seit Kurzem im regionalen Buchhandel erhältlich.




10 Fragen …


Wie verläuft Dein Schreibprozess?
An meinem Büroplatz zu Hause am PC. Manchmal mit Plot, manchmal auch ganz spontan.


Zum Entstehungsprozess meiner Geschichten:

  1. Anregungen, die mich reizen, in Mundart etwas Kritisches oder Spöttisches zu reimen, kommen meistens aus politischen Ereignissen, aus dem Landes- oder Dorfgeschehen. 
  2.  Anregungen zu humorigen Versen kommen aus Zeitungsbeiträgen, gehörten oder gelesenen Lach- und Sachgeschichten, Kuriositäten, Witze und Dorftratsch, die ich dann teilweise abgeändert wiedergebe, sie quasi in meine Form und Fassung bringe.
  3. Dabei schreibe ich in Mundart und zwar »buchstäblich«, wie ich meinen Dialekt eben spreche, das heißt aus dem schriftdeutschen Wörtchen ›ist‹ wird dann ein ›ischt‹ und aus ›einem Franken fünfzig‹ wird ›an Franka-foofzg‹ oder ›s’kooschtat no oon Franka‹ usw. (Zu beachten sind das geschlossene und das offene O.)
  4. Ich lege beim Reimen sehr großen Wert auf den Rhythmus, den ein Vers meines Erachtens bekommen soll. Ich meine damit, dass die Anzahl Silben in den Zeilen – welche ja nicht bloß gleichlautend enden sollen –auf jeden Fall gleich groß sein sollte. Sonst entspricht ein Gedicht nicht meinen Kriterien. So lässt sich dann auch leicht eine Melodie – also ein Rhythmus – über den Text legen. 

Ich schreibe abends und nachts. Einen speziellen Tagesrhythmus habe ich keinen. Ich vergesse, wenn es gut läuft beim Schreiben, alles um mich herum. Ich habe weder Hunger noch Durst und brauche kaum Schlaf. Ich weiß nicht, wie viele Wörter oder Seiten ich pro Tag schreibe. Ich hab sie noch nie gezählt. Ich schreibe dann, wenn es gut läuft – falls nicht, lass ich es. Aber ich lese die Gedichte über lange Zeit immer und immer wieder durch, um sie zu komprimieren, um sie in der Ausdrucksweise zu präzisieren und zu ›schärfen‹. So oft ich sie auch lese, ich finde immer wieder was zum Verbessern. Der Zeitaufwand für mein Gedichtbuch war dadurch enorm. Das gedruckte Buch ist eigentlich die zweite bzw. überarbeitete Version nach einer überstandenen ca. einjährigen Schreibblockade zwischendurch.


Hast Du eine bestimmte Autorin, einen bestimmten Autor als Vorbild?
Heinz Erhardt, Eugen Roth, Wilhelm Busch. Mundart: Edwin Nutt, Leonie Neyer, Mani Matter.

Welches ist Dein Lieblingsbuch?
Ich habe zwei: ›Das große Heinz-Erhardt-Buch‹ und ›Das Eugen Roth Buch‹.

Welches ist Deine liebste literarische Figur?
Hab keine.

Hast Du eine ganz bestimmte Lieblingsstelle in einem Buch?
Ich mag die Gedichte von Eugen Roth, weil sie so humorvoll, so knapp im Text sind und trotzdem so präzise alles aussagen, was zu sagen ist – einfach genial.

Wie sehen Deine Schreibpläne für die Zukunft aus?
Ein Gedichtbuch, aber in Schriftsprache, heiter und unterhaltsam, möchte ich noch schreiben.

Nach welchen Kriterien wählst Du Deine Geschichten aus?
Finde ich eine Geschichte – oder sie mich, das heißt ein Spruch, ein Witz, der wirklich gut und unterhaltend ist, oder habe ich selbst eine entsprechende spontane Idee –, dann packt mich  ein Schreibvirus.

Kennst Du Deine Charaktere in- und auswendig?
Ich denke ja.

Wer sind Deine ersten Probeleser?
Meine Lebenspartnerin.

Gibt es Genres oder Textgattungen, an die Du Dich nicht wagst oder die Dich nicht interessieren?
Ernste Texte liegen mir sicher nicht, passen auch nicht zu meiner momentanen Schreibart und -weise.



Bücher 

Aber, aber …!

(ISBN: 978-3-905437-47-8)

In seinem Gedichtband ›Aber, aber …!‹ versammelt der Autor Willy Marxer vorwiegend heiter-besinnliche Gedichte, Limericks und Schüttelreime im Nendler Dialekt. Das Buch ist mit Illustrationen von Tanja Frick versehen.

Jahrelang hat der Autor in einem großen Briefumschlag seine Notizen über Alltägliches, persönlich Erlebtes oder von spontan erfundenen Einfällen gesammelt und diese nach und nach in Verse ›verarbeitet‹. Auch Zeitungsausschnitte fanden wegen ihres humoristischen oder kritischen Inhalts Verwendung.

Von Freunden und Bekannten, die ihn als »Versli-Schmed« wahrgenommen und zum Weitermachen motiviert haben, kam noch der eine und andere gute Tipp hinzu. So entstanden nach und nach zeitkritisch-»bissige«, meist aber heiter-besinnliche Gedichte, Limericks und Schüttelreime. Willy Marxers Briefumschlag wurde dicker; ein Ordner füllte sich. Zuletzt schien ihm die Veröffentlichung eines Buches unvermeidlich.

Ein Unterhaltungsbuch zum Schmunzeln, in »seinem« Nendler Dialekt – und zwar »buchstäblich«, wie er Dialekt eben spricht – sollte es werden.