Literaturszene Liechtenstein

Vielfalt und Beliebigkeit

Eine Liechtensteiner Literaturgeschichte


So übersichtlich das Land Liechtenstein ist, so überschaubar präsentiert sich seine Literaturszene. Im Folgenden soll ein Kompendium des liechtensteinischen Schrifttums geboten werden.

Die liechtensteinische Literatur nimmt ihren Anfang im Spätmittelalter, genauer gesagt im 13. Jahrhundert, als Heinrich von Frauenberg (1257-1314) Besitzer der Burg Gutenberg in Balzers war. Jener Ritter, Raufbold und Haudegen versuchte sich auch erfolgreich auf dem Gebiet des Minnesangs: Fünf seiner Gedichte sind im Codex Manesse, der berühmten Heidelberger Liederhandschrift, verewigt.

Aber bereits mit diesem ersten Beispiel eines »liechtensteinischen« Literaten müssen wir uns der Problematik solcher Kategorisierung bewusst werden. Kann man Heinrich von Frauenberg zu den liechtensteinischen Schreibenden zählen, bloß weil er im Gebiet des heutigen Fürstentums lebte, welches es damals noch nicht gab? Sein Werk weist keine inhaltlichen Bezüge zur Region auf. Wann also wird man zur Liechtensteiner Autorin, zum Liechtensteiner Autor?

Durchstöbert man den Onlinekatalog der Landesbibliothek in Vaduz nach Liechtensteinensien, so fällt auf, dass die Bibliothekare ersucht sind, alles mit einem noch so kleinen Liechtensteinbezug einzuverleiben. Was aber soll in diesem Abriss und auf dieser Homepage der Liechtenstein-Literatur zugeordnet werden? Etwa Autoren wie der legendäre Curt Goetz und der erfolgreiche C. C. Bergius, die sich lediglich kurzzeitig im Land niederließen, aber nie darüber schrieben? Oder Autoren wie Friedrich Dürrenmatt und Paul Callico, die das Land literarisch verewigten, aber nicht hier gelebt haben? Macht einen der Pass zum liechtensteinischen Literaten? So gesehen, müsste man zum Beispiel Michael Donhauser, der in Liechtenstein aufwuchs, damals jedoch noch nicht als Bürger des Landes, den Status eines FL-Autors aberkennen. Es mag deshalb eine salomonische Entscheidung sein, das Schlaglicht einzig auf jene zu werfen, deren Schreib- oder Lebensmittelpunkt sich in Liechtenstein befindet.

Überspringen wir also Schreibende wie den Humanisten Simon Lemnius mit seinem Gedicht über ›Die Schlacht bei Triesen‹, Johann Wolfgang von Goethe mit seiner ›Italienischen Reise‹, die ihn unter anderem auch ins Ländle führte, oder auch Alexandre Dumas Père, der von einem Besuch in einem Vaduzer Gasthof zu berichten weiß, in dem es zu seinem Missvergnügen einzig Sauerkraut zu essen gab.

Liechtensteiner Nationalhymne (Text von Jakob Josef Jauch)

Wir gelangen zu Peter Kaiser (1793-1864), einem Historiker und Politiker, der im Revolutionsjahr 1848 als Abgeordneter für Liechtenstein in die Frankfurter Nationalversammlung gewählt wurde. Mit seinem ›Lied am Feuer‹, datiert ca. auf das Jahr 1817, setzt die eigentliche liechtensteinische Dichtung ein. Kaiser war es auch, der 1847 eine ›Geschichte des Fürstenthums Liechtenstein‹ verfasst und damit den Grundstein für die nationale Identität des Landes gelegt hat. Die Geburt eines Nationalbewusstseins ging einher mit der Ausformulierung Liechtensteiner Lobgesänge, wie sie bei Dr. Albert Schaedlers (1848-1922) ›Vaterlandshymne‹ und davor bei Jakob Josef Jauchs (1802-1859) ›Liechtensteinischer Volkshymne‹ zu finden sind. Die avancierte später – textlich leicht verändert – zur Nationalhymne und wurde bei der Eröffnung der Landesausstellung 1895 in Vaduz erstmals vor großem Publikum aufgeführt.

Während die Frage nach der Herkunft, nach einem Gründungsmythos oder nationalen Epos in anderen Staaten teils bizarre Blüten trieb und sich die Schriftsteller der Jahrhundertwende mit l’art pour l’art beschäftigten und unter einer Sprachkrise litten, begnügte sich das Liechtensteiner Schrifttum – um Jens Dittmars These aus seiner literaturgeschichtlichen Zusammenfassung in ›Lyrik aus Liechtenstein‹ zu paraphrasieren – mit einem romantisch verklärten Blick in die Vergangenheit: Sagen, Legenden oder »Darstellungen über alte Sitten und Gebräuche«, wie es die Satzungen des in dieser Zeit gegründeten Historischen Vereins vorschrieben, hatten Hochkonjunktur.

Als nennenswerter Vertreter dieser Dichtung sei hier der Geistliche Johann Baptist Büchel (1853-1923) aufgeführt, der zu Lebzeiten mehr als 40 gedruckte Werke veröffentlicht und für seine kulturellen und politischen Verdienste die Titel ›Fürstlicher Rat‹ sowie ›Päpstlicher Hausprälat‹ verliehen bekommen hat. Zu seinen Büchern zählen unter anderem ein von Josef Gabriel Rheinberger vertonter Gedichtband, Reiseberichte aus Italien und Schottland sowie ein Festspiel zur 200-Jahr-Feier der Grafschaft Vaduz 1912.

Mit Hermine Rheinberger (1864-1932) betritt erstmals eine Frau die Bühne der Liechtensteiner Literaturszene. 1897 veröffentlichte sie den historischen Roman ›Gutenberg-Schalun‹, der akribische Recherche mit Stilmitteln des Trivialen mischt, aber durchwegs gute Kritiken erhielt. Eine schwere Erkrankung an Grippe-Encephalitis jedoch zog Katatonie und geistige Veränderung nach sich und ließ das literarische Talent der Patientin vor ihrer Zeit versiegen: Mehr als 30 Jahre ihres Lebens verbrachte sie in psychiatrischen Abteilungen oder Pflegeheimen.

Im Gegensatz zur Dramatik und Lyrik war die Epik in ihren Anfängen im Fürstentum eine reine Frauendomäne. Das nächste Werk mit liechtensteinischem Thema stammte jedoch von einer Deutschen, nämlich der im Westfälischen aufgewachsenen Maria Matthey, die unter dem Pseudonym Marianne Maidorf (1871-?) erfolgreich Märchen, Liebesromane und Jugenderzählungen schrieb. 1908 verdichtete sie mehrere liechtensteinische Sagen zu ihrem wohl bekanntesten Roman, ›Die Hexe vom Triesnerberg‹, der im Verlag Orell Füssli erschien.

Bis 1950 und 1951, als der Erzählband ›Dorf meiner Kindheit‹ von Maria Grabher-Meyer (1898-1970) in zwei Auflagen erschien, setzte in der Prosa eine längere Pause ein. Die Schaanerin war als Mundartdichterin bereits durch Artikel zur Heimatkunde und Lesungen in Radio Vorarlberg bekannt geworden.

Die literarische Moderne hatte bis dahin einen Bogen um Liechtenstein gemacht, wo vorwiegend patriotische Heimat- und Dorfgedichte entstanden, welche die geistige Situation des Volkes widerspiegelten oder sich dem Vaterland und dem Landesherrn verpflichtet fühlten. Mundartprosa entstand erst ab den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts. In der Nachkriegszeit besannen sich die liechtensteinischen Autorinnen und Autoren auf die dörflichen Dialekte, gaben Weinlyrik und Bergdichtung Raum zur Entfaltung. Mundart verwendete man als Gebrauchslyrik: Bei Hochzeiten, Empfängen und ähnlich gearteten Anlässen wirkten ihre Reime wie Schnitzelbänke, mit teils unbeholfenem, teils naivem Humor.

Mathias Ospelt: Der Vaduzer Dialekt

Die bedeutendsten Vertreter der Liechtensteiner Mundartliteratur sind Ida Ospelt-Amann (1899-1996) und Edwin Nutt (1922-1991). Erstere erlangte eine gewisse Bekanntheit mit Vorträgen ihrer Gedichte bei Bauern- und Winzerbällen, schließlich mit ihren Publikationen ›S’ Loob-Bett‹, ›S’ ischt Suusersunntig‹ und ›Di aalta Räder‹. Nutt gab 1955 einen Gedichtband mit schriftdeutschen Werken heraus; erst 1982 erschien mit ›Am Brunnen‹ ein Werk in Mundart. Von da an entwickelte sich Nutt zu einem äußerst produktiven Autor und brachte bis zu seinem Tod beinah jedes Jahr ein Buch heraus.

Als Antwort auf die Heimatdichtung stellte sich eine neue Generation von Lyrikerinnen und Lyrikern ein, und die Studentenbewegung schwappte über den Rhein. Die jungen Wilden kratzten am Bild der heilen Bergwelt, übten sich im Dadaismus und sorgten für Aufruhr auf den Bühnen, wie etwa das 1964 gegründete Kabarett Kaktus.

Wichtige Vertreter jener Aufbruchszeit sind Roberto Altmann (1942), Hans-Jörg Rheinberger (1946) und Evi Kliemand (1945). Charakteristisch für diese Generation ist ihre vielseitige Begabung: Altmann (der weniger als Literat wahrgenommen wurde, obgleich er im Kreis des Pariser Lettrismus mitwirkte) betätigte sich als Poet, Maler, Filmemacher, Bildhauer und Veranstalter diverser Kunstausstellungen; Rheinberger ist u. a. Molekularbiologe, Übersetzer, Essayist (›Von der Unendlichkeit der Ränder‹) und Dichter (›Vers Labor‹); Kliemand ist Schriftstellerin (›Blätterwerk I-III‹), Malerin und Publizistin. Mit ihren Gedichten, Sequenzen und Notizen erweist sie sich als Lyrikerin von sprachlicher Fülle und mit intensiven, anspruchsvollen Texten. Sie wurde u. a. ausgezeichnet mit dem Anerkennungspreis des Kulturbeirates der Fürstlichen Regierung, dem Grazer sowie dem Konstanzer Kunstpreis und dem Josef-Gabriel-Rheinberger-Preis.

Eine eigentliche Literaturszene Liechtensteins entstand in den 1970er-Jahren. Verdient darum machten sich vor allem Robert Allgäuer als Präsident des Kulturbeirates der Regierung und der Gymnasiallehrer und Publizist Manfred Schlapp, der eine liechtensteinische Sektion des PEN-Clubs gründete. In der Folge dieses literarischen Aufbruchs nahm man unterschiedliche Namen in unterschiedlichem Ausmaß wahr.

Allen voran ist Michael Donhauser (1956) zu nennen, der in verschiedenen deutschen, schweizerischen und österreichischen Verlagen veröffentlichte. Machte Donhauser zu Beginn seines Schaffens mit Erzählungen wie ›Edgar‹ oder dem Roman ›Livia oder Die Reise‹ auf sich aufmerksam, so verlegte er sich im Lauf der Jahre mehr und mehr auf die Lyrik. Mehrere Auszeichnungen, darunter so bekannte wie der Ernst-Jandl-Preis, der Georg-Trakl-Preis oder der Meraner Lyrikpreis, zeugen von seinem erfolgreichen Schreiben.

Ebenfalls in den 1950er-Jahren geboren wurde eine Anzahl von noch teils heute aktiven Autorinnen und Autoren. Neben Evi Kliemand, der Doyenne der Liechtensteiner Literaten, tat sich Iren Nigg (1955) mit ihrer lyrischen Kurzprosa hervor. Seit Mitte der 1980er-Jahre erschienen ihre Werke in Zeitschriften aller vier deutschsprachigen Länder. Die jüngste ihrer Veröffentlichungen, ›Man wortet sich die Orte selbst‹, ein Sammelband zumeist älterer Texte, wurde 2011 mit dem Literaturpreis der Europäischen Union ausgezeichnet.

Jens Dittmar (1950) war lange Zeit als Lektor und Herausgeber tätig. Wer sich mit Thomas Bernhard beschäftigt, stößt alsbald auf seine Thomas-Bernhard-Werkgeschichte, die seit 1981 als Standardwerk gilt. Auch seine ›Lyrik aus Liechtenstein‹ folgt dem dokumentarischen Prinzip; sie ist eine umfangreiche Anthologie mit lexikalischem Charakter und reicht von den Anfängen bis in die Gegenwart. Seit 2008 widmet er sich seinen eigenen literarischen Projekten. In einer anspielungsreichen Manier umkreist der Autor in ›Basils Welt‹ sein Generalthema, das Verhältnis von Sprache und institutioneller Wirklichkeit. Es folgten der Erzählband ›Als wär’s ein Stück Papier‹ und die Romane ›Sterben kann jeder‹ und ›So kalt und schön‹.

Von den Autoren der 1960er-Jahre ist der ausgebildete Künstler Stefan Sprenger (1962) anzuführen. Seine Veröffentlichungen – teils essayistische Betrachtungen wie in ›Katzengold‹, teils kürzere und längere Prosatexte wie in ›Vom Dröhnen‹ – nutzt der Autor oft, um politischen und sozialen Fragestellungen nach dem Finanzplatz Liechtenstein oder der Rolle des Fürstenhauses nachzugehen. Neuere Arbeiten nach dem Dialekt-Hörbuch ›Dr Hans und sini Bank‹ sind auch Dramentexte, so etwa ›Vandalin‹ und ein vorerst mit dem Arbeitstitel ›Rubel, Riet und Rock’n’Roll‹ versehenes Stück. Als ehemaliges Mitglied des Stiftungsrates der Kulturstiftung Liechtenstein nahm er zudem lange Einfluss auf die heimische Literaturszene.

Der zweite in den 1960er-Jahren geborene Schreibende ist Mathias Ospelt (1963), ein aus der Liechtensteiner Kulturszene nicht wegzudenkender Kabarettist, Kolumnist, Übersetzer, Librettist und Autor. Dieser (übrigens ein Enkel Ida Ospelt-Amanns) verfasste mehrere Stücke zur älteren und jüngeren Geschichte Liechtenstein. Außerdem ist er Co-Veranstalter der biennal durchgeführten Liechtensteiner Literaturtage und Sekretär des PEN-Clubs Liechtenstein. 2004 erschien der Erzählband ›Als Vaduz noch seinen Hafen hatte‹, 2007 der Band ›Das Liechtensteiner Gabarett. 1994-2006‹. Nicht unerwähnt bleiben darf, dass in dem von Mathias Ospelt und einigen seiner Weggefährten initiierten Kleinkunsttheater Schlösslekeller eine junge Garde an Autorinnen und Autoren heranreift, die sich vorerst zwar nur zögerlich auf dem Feld der Literatur zeigen, von denen man aber in Zukunft gewiss noch viel hören wird.

Best European Fiction: Patrick Boltshauser

Patrick Boltshauser (1972), der sich früh für eine Karriere am Theater entschied, ist der bislang einzige überregional erfolgreiche Dramatiker Liechtensteins. Einige seiner Stücke wurden im Bühnenverlag Kaiser veröffentlicht, viele wurden auf deutschen, österreichischen und Schweizer Bühnen gespielt und in allen drei Ländern mit Preisen ausgezeichnet. 2014 erschien sein Roman ›Rapids‹ als englische Erstausgabe.

Der in Zürich wohnhafte Schriftsteller Maurus Federspiel (1974) studierte Creative Writing in New York und war journalistisch tätig. 2013 erschien von ihm der Roman ›Feind‹, in welchem er gekonnt alptraumhafte Szenen aufgreift, die in ihrer Beschreibung an die Höllengemälde Pieter Brueghels des Älteren erinnern. Sprachlich virtuos zeichnet Federspiel ein Bild der inneren und äußeren Überspanntheit eines Menschen und seiner Umwelt.

Unter dem Pseudonym Amelia Blackwood schreibt Mirjam Beijer-Studer (1976) an einer Reihe mit dem Titel ›Gebundene Herzen‹, die der Romantic Fantasy zuzuordnen ist und von dem in Reinheim ansässigen Sieben-Verlag herausgegeben wird. In ihren Geschichten geht es um Vampire, die in einer Art Subkultur unter uns Menschen leben, bis sie Gefahr laufen, entdeckt zu werden.

Der Schriftsteller Armin Öhri (1978), der aktuell im Gmeiner-Verlag veröffentlicht, widmet sich hauptsächlich historischen Stoffen. ›Die Entführung‹, eine Erzählung um den versuchten Menschenraub an einem jüdischen Brüderpaar im Liechtenstein der 1930er-Jahre, führte zu kontroversen Diskussionen in der Öffentlichkeit. Mit Titeln wie ›Das Nachtvolk‹, ›Sinfonie des Todes‹, ›Die dunkle Muse‹ oder ›Der Bund der Okkultisten‹ bedient Öhri die Bedürfnisse einer nach Spannungsliteratur verlangenden Leserschaft. 2014 wurde ihm der Literaturpreis der Europäischen Union verliehen. Neben seinem literarischen Schaffen engagiert sich Öhri auch als Präsident der von ihm initiierten ›IG Wort – Autorenverband Liechtenstein‹ für die Literaturszene Liechtensteins.

Dem gleichen Genre ist der ausgebildete Flugzeugmechaniker und Linienpilot Kurt J. Jaeger (1935) zuzuordnen. Seine jahrelangen Erfahrungen in der Fliegerei, auf Safaris in entlegenen Gebieten Afrikas oder als Reisender in abgeschiedenen Teilen der Erde haben ihn geprägt. Dementsprechend sind seine Romane, z. B. ›Eisiger Horizont‹ oder ›Das Bugatti-Dossier‹, meistens auch Spiegelbilder seiner Biografie.

Der Jüngste in dieser Autorenauswahl ist Daniel Batliner (1988), der als Prosaist und Dramatiker in Erscheinung tritt. Bekannt wurde er durch Auftritte der Comedy-Truppe ›Des Wahnsinns fette Beute‹. Des Weiteren ist er Autor des multimedialen Bühnenstücks ›Wodka Nicotschow‹ sowie von ›Einmal Oberland, bitte!‹, einer Komödie in vier Akten zum 300-jährigen Jubiläum des Liechtensteiner Oberlandes.

Was bleibt noch zu sagen? – Etwa, dass das Lesepublikum in Zukunft wohl einige Themen zu erwarten hat: Bankenkrisen, politisch motivierte Angriffe von außen, Datendiebe und Verfassungsdiskussion sind nur eine Handvoll der Motive, die das »Ländle« seinen Dichtern bietet und die der künstlerischen Verarbeitung harren. Die Liechtenstein-Literatur ist so lebendig wie nie zuvor, in einem großartigen Facettenreichtum, der von der Vielfalt seiner Interpreten geprägt wird. Aber die Themenwahl ist momentan einer gewissen Beliebigkeit unterworfen: Die heimischen Literaten schreiben Essays, Erzählungen, Romane und Gedichte, sind auf der Bühne und im Internet zuhause und üben sich in neuen literarischen Formen wie dem Poetry Slam oder dem Internet-Roman. Längst hat auch der »Vampirismus« Einzug gehalten, und inspiriert von Reihen wie ›Twilight‹ und ›Harry Potter‹ versuchen sich derzeit einige auch im Fantasy-Genre.

Welche Richtungen die Liechtensteiner Literatur schließlich einschlägt, von welchen Strömungen sie sich mitreißen lässt, welches ihre Themen sind, wird sich in den nächsten Jahren zeigen … 


Veröffentlichungen eigenständiger literarischer Publikationen Liechtensteiner Autorinnen und Autoren der letzten Jahre



(Nachbemerkung: Oben stehende Arbeit erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und umfasst vorerst lediglich die wichtigsten Vertreter und Strömungen der FL-Literatur. Sie wird laufend ergänzt und ist als ›Work in Progress‹ anzusehen.)