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Lesung mit Christa Eberle-Feger

veröffentlicht um 21.08.2012, 15:02 von Webmaster   [ aktualisiert: 21.08.2012, 15:10 ]

Christa Eberles Geschichten beschreiben den Alltag und das Leben in Liechtenstein in den Fünfzigerjahren aus der Sicht eines 12-jährigen Mädchens. Sie widerspiegeln das weltliche und religiöse Brauchtum und die Moralvorstellungen jener Zeit in dem sehr katholisch geprägten, dörflichen Lebensumfeld. Unheimlich und schaurig schön zugleich empfindet das Mädchen die mystischen Erzählungen über Tobelhocker, Geister, arme Seelen und Erscheinungen, die ihm die Großmutter vor dem Einschlafen erzählt. Gespannt lauscht es der Mutter, wenn sie von der strengen Zeit als Dienstmädchen berichtet, und mit feinem Humor erzählt es von seinen Erlebnissen während eines Sommers. Zum Beispiel verunsichert die anstehende Volksmission Kinder wie Erwachsene, wobei die Kinder finden, die Missionsprediger wüssten noch viel mehr Sünden als der Pfarrer und die Schulschwester zusammen. Diese wachen streng über das sittliche und religiöse Leben der Kinder. Obwohl irgendwie alles ein bisschen Sünde ist, wie das Mädchen und ihre Freundinnen finden, können diese bei der Beichte wieder vergeben werden. Allerdings nur den Katholischen, denn die anderen haben ihn nicht, den richtigen Glauben.
 Einfühlsam und mit leiser Ironie erzählt Christa Eberle ihre Kindheitserinnerungen.


Küefer-Martis-Huus, Ruggell
12. September 2012, 20:00 Uhr

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