Carola Schatzmann

Autorin, Illustratorin

Bio-bibliografische Angaben

Carola Schatzmann wurde 1982 auf eigenen Wunsch in Liechtenstein geboren und lebt seit 2010 mit ihrer Familie in Berlin. Ihre Satire-Kolumne ›Stadt Land Stuss‹ wird seit März 2018 in der liechtensteinischen Sonntagszeitung LIEWO veröffentlicht. Ihre Texte sind humorvoll geschrieben und werden jeweils von einer Illustration begleitet. Die studierte Mediengestalterin arbeitet freiberuflich als Illustratorin, Autorin und Grafikdesignerin. Dabei ist sie meistens für Berliner Agenturen tätig.

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10 Fragen

Hast Du eine bestimmte Autorin, einen bestimmten Autor als Vorbild?

Alexander Osang, Ronja von Rönne, Dirk Gieselmann.

Wie verläuft Dein Schreibprozess?

Ich habe meistens eine Idee, die ich mir dann schnell notiere, damit ich sie nicht vergesse. Wenn ich die Zeit dafür habe, versuche ich, aus der Idee eine Kolumne zu schreiben. Oft lege ich den Text auch wieder weg, um ihn dann erst ein paar Wochen oder Monate später fertig zu schreiben. Manchmal leg ich ihn auch ganz weg, weil ich das Gefühl habe, dass das Thema doch kein Potenzial hat. Es gibt auch manchmal mehrere Wochen, in denen mir nichts einfällt. Es gibt aber auch Zeiten, da kann ich kaum schnell genug tippen – da schreib ich auch schon mal eine Kolumne in einem Schwung. Das Schreiben macht mir meistens Spaß. Die große Ausnahme ist, wenn ein Text fast fertig geschrieben ist, ich aber nicht zufrieden bin und ihn nicht weglegen kann.

Welches ist Dein Lieblingsbuch?

Ich lese gerne und viel, hole mir aber mehr Inspiration von Comedians oder Satire-Zeitschriften. Ich bin ein großer Fan einiger Titanic-Texte und Gedichte. Auch Liedtexte finde ich oft super, z. B. aktuell von Jon Lajoie oder Bo Burnham, aber auch alte Songs von Mani Matter.

Welches ist Deine liebste literarische Figur?

Hast Du eine ganz bestimmte Lieblingsstelle in einem Buch?

Wie sehen Deine Schreibpläne für die Zukunft aus?

Ich würde gerne ein Kinderbuch schreiben. Genauer gesagt, ist es bereits seit Längerem in Arbeit. Ich mache aber immer wieder Pausen, die deutlich länger sind als die Arbeitsphasen. Ich weiß also nicht, ob ich es jemals fertigstellen werde. Zudem fände ich es toll, einmal für ein Satire-Format zu arbeiten.

Nach welchen Kriterien wählst Du Deine Geschichten aus?

Da ich eine Satire-Kolumne schreibe, ist mir der Unterhaltungswert wichtig. Ich schreibe über alle möglichen Themen, sofern sie sich lustig verpacken lassen. Die Themen fallen mir meistens nach und nach ein. An wirklich schwierige Themen habe ich mich bisher nicht rangewagt, aber ich habe auch schon Kolumnen geschrieben, von denen ich wusste, dass sie dem einen oder anderen nicht gefallen werden, beispielsweise über Hausgeburten, Schokoküsse (aka Mohrenköpfe), Emanzipation. Ein Thema, an dem ich schon länger rumgrübele, ist die Kirche in Liechtenstein. Als Atheistin würde mein Text aber wahrscheinlich vielen nicht gefallen – noch habe ich mich jedenfalls nicht getraut, darüber zu schreiben.

Kennst Du Deine Charaktere in- und auswendig?

Da ich nur einen Charakter habe – mich –, leider ja.

Wer sind Deine ersten Probeleser?

Mein Mann und gelegentlich eine Freundin, die auch Schriftstellerin ist, und eine weitere Freundin, die Lektorin ist.

Gibt es Genres oder Textgattungen, an die Du Dich nicht heranwagst oder die Dich nicht interessieren?

Bisher habe ich nur Kolumnen und ansatzweise ein Kinderbuch geschrieben. An alle anderen Textgattungen wage ich mich nicht heran.

Urheberrechtsnachweis:

Texte und Bilddateien: ZVG Carola Schatzmann