Maya Hofer war Gymnasiallehrerin für Deutsch und Psychologie an der Kantonsschule Sargans und Dozentin für Psychologie an der Fachhochschule für Physiotherapie an der SUPSI Landquart. Seit der Pensionierung im Juli 2024 hat Maya Hofer eine eigene Praxis für psychologische Beratung und Coaching. Über ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Lesepatin einer ersten Volksschulklasse ist sie zum Schreiben für Kinder gekommen. 2025 erschienen die ersten zwei Bände von ›Zappel und Schlafi‹ im Novum Verlag und ›Die magischen Briefe‹ im Bucher Verlag. Im April 2026 erscheint der zweiteilige Fantasy-Jugendroman ›Livia und Silver in der Unterwelt‹. Maya Hofer ist verheiratet, hat zwei erwachsene Töchter und eine Enkelin.
ISBN: 978-3-9901-8751-7
Die elfjährige Dana zieht mit ihrer Mutter von der Großstadt in ein abgelegenes Dorf – ein Neuanfang für das hochsensitive Mädchen, dem Lärm, Stimmungen und andere Menschen oft zu viel sind. In einer Umzugskiste entdeckt sie ein kleines blaues Buch, in dem wie durch Magie geheimnisvolle Briefe auftauchen. Jeder Brief enthält einen sanften Tipp oder ein kleines Tool, die ihr helfen, mit Angst, Unsicherheit oder Überreizung umzugehen. Während Dana ihren Platz in der Schule, in neuen Freundschaften und in ihrer Familie findet – und ihr entfernter Vater langsam wieder näher rückt –, lernt sie Schritt für Schritt, ihre Sensibilität als Stärke zu leben.
Ein warmes, magisches Buch für Kinder, die sich in einer lauten Welt Orientierung und Mut wünschen.
ISBN: 978-3-7116-1271-7
Zappel ist neugierig und voller Energie, Schlafi liebt Ruhe und Gemütlichkeit – doch gemeinsam sind sie unschlagbar! Die beiden jungen Murmeltiere erleben ein Jahr voller Abenteuer: der erste Schultag, neue Freundschaften, freche Streiche, ein verletztes Reh – und sogar ein kleiner Abschied. Mit Herz, Humor und einem Hauch Weisheit entdecken sie die Welt undwas es heißt, füreinander da zu sein.
ISBN: 978-3-7116-1028-7
Die jungen Murmeltiere Zappel und Schlafi kommen bald in die Schule. Zappel, der sehr unternehmungslustig ist und nicht gerne ruhig sitzt, freut sich, dass er viel Neues lernen wird. Für den verträumten Schlafi ist es eher schwierig, wenn er seinen Bau verlassen muss. Er schläft viel lieber, als auf Abenteuersuche zu gehen. Zusammen meistern sie aber nicht nur den ersten Schultag, sondern entdecken miteinander die Welt.
Die Geschichte ist in Dialogen gehalten, kann laut oder leise, zu zweit oder allein gelesen werden. Für Kinder im Alter von 6–8 Jahren.
Hast Du eine bestimmte Autorin, einen bestimmten Autor als Vorbild?
Es gibt so viele wunderbare Autoren und Autorinnen, da kann ich mich wirklich nicht festlegen. Ich versuche auch nicht, jemanden nachzumachen oder in einem bestimmten Stil zu schreiben, sondern möchte meinen eigenen Ton finden.
Wie verläuft Dein Schreibprozess?
Mein Schreibprozess hängt von den Faktoren Zeit und Lust ab. Am besten, ich habe ein paar Tage keine Termine oder Pflichten, also viel freie Zeit vor mir. Ich schreibe nur, wenn ich Lust dazu habe, dann aber viel auf einmal. Wenn ich eine Geschichte angefangen habe, läuft vor meinen Augen ein Film ab, das heißt ich sehe die Geschichte wirklich visuell vor mir und die Ideen sprudeln nur so. Dann komme ich in den Flow und muss den Plot versprachlichen. Bei den Kinderbüchern passe ich den Wortschatz und den Satzbau dem Alter der Zielgruppe an. Ich überarbeite die Texte immer wieder, bis ich nichts mehr finde, was mich stört.
Welches ist Dein Lieblingsbuch?
Auch hier kann ich mich nicht festlegen. Ich liebe die Dramen aus der Klassik (Goethe, Schiller) genauso wie die Gedichte der Romantik, die Erzählungen des Realismus wie die Prosa des 20. Jahrhunderts – von Robert Walser über Broch, Doderer, Kafka, Dürrenmatt u. v. a. m. Aus der heutigen Zeit lese ich gerne gute Krimis und Romane.
Welches ist Deine liebste literarische Figur?
Goethes Faust in seinem Streben nach der ultimativen Weisheit und seinem Ringen um Wahrheit fasziniert mich nach wie vor. Aber ich mag auch viele Protagonisten in den Romanen der Moderne, zum Beispiel von Philipp Roth, Paul Auster, Siri Hustvedt oder Elizabeth Strout (um nur ganz wenige zu nennen). Ich interessiere mich vor allem für die Zerrissenheit der Figuren, für ihre inneren Konflikte, ihre Entwicklung, ihr Scheitern, ihre Coping-Strategien und wie sie ihre Beziehungen und ihre Umwelt wahrnehmen und reflektieren. Ich mag intelligente Protagonisten.
Hast Du eine ganz bestimmte Lieblingsstelle in einem Buch?
So viele Stellen habe ich im Laufe meines Lesens als besonders wertvolle Aussage angestrichen! Auch hier deshalb nur eine Auswahl:
Dramatik: »Geben sie Gedankenfreiheit, Sire!« (Marquis Posa in Schillers ›Don Karlos‹)
Lyrik: »Man muss den Dingen | die eigene, stille | ungestörte Entwicklung lassen …« (Rilke)
Prosa: »Alles, was die Liebe berührt, ist vor dem Tod gerettet.« (Friedrich Glauser)
Wie sehen Deine Schreibpläne für die Zukunft aus?
Ich habe letztes Jahr fünf Kinderbücher geschrieben und möchte noch zwei Fantasygeschichten an den zwei Bänden ›Livia und Silver in der Unterwelt‹ anfügen. Aber ich schreibe seit Langem auch an einem Roman für Erwachsene. Den würde ich gerne in diesem Jahr fertig schreiben. Mal schauen …
Nach welchen Kriterien wählst Du Deine Geschichten aus?
Zuerst habe ich für die Kinder und das Lesepatenprojekt geschrieben. Dann habe ich einfach ganz viele Geschichten in mir gefunden. Wenn ich schreibe, entwickelt sich das von selbst. Ich lasse mich überraschen.
Kennst Du Deine Charaktere in- und auswendig?
Ja, die sind mir sehr vertraut. Aber manchmal überraschen sie mich auch.
Wer sind Deine ersten Probeleser?
Meine Familie, enge Freundinnen und bei den Kinderbüchern auch zwei Kinder, die gerne lesen.
Gibt es Genres oder Textgattungen, an die Du Dich nicht heranwagst oder die Dich nicht interessieren?
Im Moment bleibe ich bei der Prosa und deshalb beim Erzählen, weil ich so viele Narrative in mir finde. Gedichte und Theaterstücke drängen sich gerade nicht auf. Aber man weiß ja nie …
Urheberrechtsnachweis:
Texte und Bilddateien: ZVG Maya Hofer