Inge Lütt wurde 1959 in Köln geboren mit entsprechenden Konsequenzen hinsichtlich Sprache und Gemütszustand. Seit rund zwei Jahrzehnten lebt sie in der Schweiz. Ihren ersten literarisch gemeinten Text, ›Die Morgendiebin‹, veröffentlichte der Querverlag 2004 in der Anthologie ›Sappho küsst die Sterne‹. 2013 folgte dort der Kriminalroman ›Eine Bratsche geht flöten‹. Nach ›Singen ist ein bisschen wie Sterben‹ (2024) ist ›Das letzte Lied der alten Mamsell‹ der dritte Kriminalroman um Hauptkommissarin Karin Rogener und ihre Frau.
ISBN: 978-3-8965-6373-6
Das war’s dann wohl mit der Urlaubserholung: Kaum ist Karin Rogener zurück in Arnstadt, wird sie zum Chef zitiert. Angeblich hat sie jemanden überfallen, zusammengeschlagen und ihm auch noch Geld entwendet. Sagt Ronny Schorb, der wirklich übel zugerichtet aussieht.
Bis auf Weiteres wird die Hauptkommissarin suspendiert. Und als hätte sie nicht schon genug Sorgen, muss sie sich um ihre Frau kümmern. Die international gefeierte Mezzosopranistin Swantje Mittersand leidet unter einer Augenkrankheit und ist kurz davor zu erblinden. Immerhin, Karin Rogener hat ja nun Zeit für Chauffeurdienste. Eine Uraufführung soll auf die Bühne, im Mittelpunkt ›die Marlitt‹, Arnstadts berühmte Bestsellerautorin. Aber dann steht mitten in der Probe zu einer Uraufführung der halbe Chor auf und verlässt den Saal. Die Männer gehören zur Freiwilligen Feuerwehr und vor den Toren der Stadt steht ein Verlagshaus in Flammen. Als in der Brandruine eine Leiche gefunden wird, ist es endgültig vorbei mit der Urlaubserholung.
ISBN: 978-3-8965-6340-8
Oper Erfurt. Kurz vor der ›Rosenkavalier‹-Premiere sitzt einer der Sänger leblos in seiner Garderobe. Gibt es eine Verbindung zu dem Fall vor wenigen Wochen in Weimar, als eine Tote im Teich lag? Ja, sagt die Kripo, beide hatten Streit mit einer gewissen Swantje Mittersand. Die ist jedoch nicht nur Erfurts Rosenkavalier, sondern auch die Partnerin von Kriminalhauptkommissarin Karin Rogener, die derzeit gemeinsam mit der Bundespolizei nach Schmugglern fahndet. Als hier immer mehr Spuren nach Erfurt und in die Oper weisen, wo Swantje ungerührt weiterprobt, muss sich die Kommissarin fragen, ob das noch rein professionelle Nähe ist, was ihre Frau immer wieder mit einer jungen Sopranistin zusammenbringt. Genau diese Sängerin hatte die beiden mittlerweile Toten verärgert. Dann tauchen auch noch ihre Fingerabdrücke in den Schmuggelakten auf. Karin Rogener ermittelt.
ISBN: 978-3-8965-6212-8
Ulhart Sansheimer, Bratschist im Suhler Orchester, sechstes Pult, wird am Bach-Denkmal einer Thüringer Kleinstadt mit einem sauberen Kopfschuss tot aufgefunden. Mäßig betrauert von Familie, Kollegen und Bekannten, wurde Sansheimer zuletzt gesehen, als er in einer Arnstädter Gastwirtschaft Knoblauchbaguettes aß. Kommissarin Karin Rogener leitet die Ermittlungen rund um das Musikfestival Thuringia sonat und wirbelt mit ihrer ironischen Art und unangenehmen Fragen mächtig Staub auf – ob im Musikarchiv, in der Festivalleitung, der Lokalpresse und Landespolitik oder unter den Orchesterkollegen –, immer auf der Suche nach dem Täter. Dass die Lebenspartnerin auch noch als Gastsolistin bei den Festwochen auftreten wird, versüßt und kompliziert die Angelegenheit für die Kommissarin um einiges. Dann muss Rogener erkennen, dass sogar in »gehobeneren« Kreisen jedes Mittel recht ist, um unliebsame Querulanten aus dem Weg zu räumen und sich einen Platz in der diffizilen Kulturlandschaft zu sichern. Thuringia sonat, das schon. Thuringia sanguit aber umso mehr.
ISBN: 978-3-9594-9536-3
»Es ist Zeit für die nächste Frau meines Lebens!«
Sabine will sich endlich wieder verlieben und hofft auf den Schreibkurs im Frauenzentrum. Mit Daria, der Überkritischen, hat sie dort aber ein Problem: Diese macht sich in ihren Gedanken viel zu breit. Zur Ablenkung sorgt sie in einer Schreibaufgabe für Friede, Freude, Lahmacun und legt ihrer Heldin eine türkische DJane ans Herz.
Auf dem Papier geht es rasch. Und auch in ihrer Kleinstadt läuten Hochzeitsglocken, nur nicht für Sabine. Wo bleibt sie bloß, die nächste Frau ihres eigenen Lebens? Muss Sabine sie sich etwa herbeischreiben?
ASIN: B0HD6SYBPZ
»Es ist Zeit für die nächste Frau meines Lebens!«
Sabine will sich endlich wieder verlieben und hofft auf den Schreibkurs im Frauenzentrum. Mit Daria, der Überkritischen, hat sie dort aber ein Problem: Diese macht sich in ihren Gedanken viel zu breit. Zur Ablenkung sorgt sie in einer Schreibaufgabe für Friede, Freude, Lahmacun und legt ihrer Heldin eine türkische DJane ans Herz.
Auf dem Papier geht es rasch. Und auch in ihrer Kleinstadt läuten Hochzeitsglocken, nur nicht für Sabine. Wo bleibt sie bloß, die nächste Frau ihres eigenen Lebens? Muss Sabine sie sich etwa herbeischreiben?
EAN: 4099994300902
Ulhart Sansheimer, Bratschist im Suhler Orchester, sechstes Pult, wird am Bach-Denkmal einer Thüringer Kleinstadt mit einem sauberen Kopfschuss tot aufgefunden. Mäßig betrauert von Familie, Kollegen und Bekannten, wurde Sansheimer zuletzt gesehen, als er in einer Arnstädter Gastwirtschaft Knoblauchbaguettes aß. Kommissarin Karin Rogener leitet die Ermittlungen rund um das Musikfestival Thuringia sonat und wirbelt mit ihrer ironischen Art und unangenehmen Fragen mächtig Staub auf – ob im Musikarchiv, in der Festivalleitung, der Lokalpresse und Landespolitik oder unter den Orchesterkollegen –, immer auf der Suche nach dem Täter. Dass die Lebenspartnerin auch noch als Gastsolistin bei den Festwochen auftreten wird, versüßt und kompliziert die Angelegenheit für die Kommissarin um einiges. Dann muss Rogener erkennen, dass sogar in »gehobeneren« Kreisen jedes Mittel recht ist, um unliebsame Querulanten aus dem Weg zu räumen und sich einen Platz in der diffizilen Kulturlandschaft zu sichern. Thuringia sonat, das schon. Thuringia sanguit aber umso mehr.
Die Morgendiebin. In: Sappho küsst die Sterne, Berlin 2004
Take Back the Night. In: Queeres entdecken, Dortmund 2022
[Titel folgt]. In: Pride Poesie, Dortmund 2022
Hast Du eine bestimmte Autorin, einen bestimmten Autor als Vorbild?
Schreiben wie …? Das will ich nicht. Aber es gibt Autor:innen, die ich immer wieder sehr gerne lese. Da alles Schreiben autobiografisch ist, hat, was und wen ich lese, auch hier Einfluss. Was und wen lese ich? Bei den Klassiker:innen konzentriere ich mich auf Selma Lagerlöf und Josef Pieper. Hier ist eine willkürliche Liste von zwölf zeitgenössischen Autor:innen, deren nächstes Buch ich unbesehen kaufen würde: Laura Antoniou, Karen-Susan Fessel, Alice Gabathuler, Susanne Gerdom, Dorothy Gilman, Felicitas Hoppe, Jessica Keener, Seanan McGuire, Mia McKenzie, Jodi Taylor, Corinna Waffender, Jo Walton. Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich vergleichsweise viel und eher schnell lese?
Wie verläuft Dein Schreibprozess?
Das tatsächliche Aufschreiben ist der kleinste Teil meines Schreibprozesses. So gesehen, schreibe ich im Grunde ständig. Ich würde gerne ordentlicher plotten. Und dann … oh, schau mal, ein Eichhörnchen … Irgendwann werde ich schon wieder zu dem Plotentwurf zurückfinden. Hoffentlich. Oder ich schreibe einen anderen. Aber dann mit Eichhörnchen.
Welches ist Dein Lieblingsbuch?
Autobiografie: ›Hoppe‹ von Felicitas Hoppe
Drama: ›Penthesilea‹ von Heinrich von Kleist
Fantasy: ›Last Days on Earth‹ von Julian Frost (aka Susanne Gerdom)
Gedicht: ›what they did yesterday afternoon‹ von Warsan Shire
Historischer Roman: ›Jerusalem‹ von Selma Lagerlöf
Historisierender Roman: ›Sinuhe der Ägypter‹ von Mika Waltari
Kriminalroman: ›The Killer Wore Leather‹ von Laura Antonioi
Roman: ›Night Swim‹ von Jessica Keener
Romance: ›Das Geheimnis der alten Mamsell‹ von E. Marlitt
Sachbuch: ›Die Wirklichkeit und das Gute‹ von Josef Pieper
Science Fiction: Die Serie ›The Chronicles of St. Mary’s‹ von Jodi Taylor
Welches ist Deine liebste literarische Figur?
Immer die, die ich gerade lese. Oder schreibe. Allerdings gebe ich gerne zu, dass Swantje Mittersand, die Lebensabschnittserheiterin meiner Kriminalhauptkommissarin Karin Rogener, mir schon sehr ans Herz gewachsen ist.
Hast Du eine ganz bestimmte Lieblingsstelle in einem Buch?
»My home is in a broader day:
at times I catch it glistening
thro’ the dull gate, a flower’d play
and odour of undying spring«
(Aus: ›I am shut out of mine own heart‹ von Christopher Brennan (1870–1932)
Wie sehen Deine Schreibpläne für die Zukunft aus?
Weiterschreiben.
Nach welchen Kriterien wählst Du Deine Geschichten aus?
Weder für mich noch für den Markt – es klingt eitel, aber ich stelle mir vor, für die Geschichte selbst zu schreiben. Die will erzählt werden. Von mir. Das ehrt mich. Und meistens gibt es eine Situation, eine Szene oder einfach nur ein Satz … ganz gleich, was es ist, es lässt mich nicht los, und ich will wissen, wie es weitergeht.
Kennst Du Deine Charaktere in- und auswendig?
Nicht wirklich. Immerhin, sobald ich einen Namen für sie habe, »sehe« ich sie vor mir. Wie sie ticken, erfahre ich, während ich mich an sie heranschreibe.
Wer sind Deine ersten Probeleser?
Probeleser habe ich nicht. Oder gilt das Lektorat?
Gibt es Genres oder Textgattungen, an die Du Dich nicht heranwagst oder die Dich nicht interessieren?
Hüftkontakt, besonders heterosexueller. Über den zu lesen, langweilt mich eher. Und was ich nicht lesen mag, das mag ich auch nicht schreiben.
Urheberrechtsnachweis:
Texte und Bilddateien: ZVG Inge Lütt
Foto: © Inge Lütt